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Leserbrief

VU-Ortsgruppe als Sprachrohr der Bürger

Markus Kieber, Tannenweg 10, Schaanwald | 2. September 2019

Im Zuge der Diskussion bezüglich der Verlegung der Vorarlbergerstras-se im Bereich Zuschg-Zentrum beantragte die VU-Fraktion Mauren- Schaanwald die Durchführung einer Infoveranstaltung mit Diskussionsrunde. Termin war der 27.8.19, also eine Woche vor der Landtagssitzung im September. Das Ziel war klar: Die VU-Fraktion wollte an diesem Abend mit gezielten Kontra-Argumenten die Stimmung im Zuschg diktieren und ein negatives Stimmungsbild der Verlegung darstellen. Mit vollem Erfolg! 5-6 gezielte Wortmeldungen von VU-Parteimitgliedern reichten aus und die Stimmung im Saal war vorgegeben. Der tosende Applaus anderer Mitglieder steuerte den Rest bei. Sogar Abstimmungen im Saal während der Infoveranstaltung wurden gefordert.
Viele positiv auf die Umfahrung eingestellte Bürger fühlten sich derart von der negativen Stimmung überfahren, dass kaum mehr positive Wortmeldungen folgten bzw. diese verstummten. Für die VU-Ortgruppe war klar, ganz Schaanwald will diese Verlegung nicht! Die Zeitungen stützten ihren Vorstoss noch und titelten «Der Wind hat sich gedreht»! Tags darauf wurde ein Schreiben der VU-Fraktion im Gemeinderat aufgesetzt, mit welchem der Landtag informiert werden sollte, dass Schaanwald die Verlegung nicht mehr wolle!
Hat sich der Wind aber auch wirklich gedreht? Bei der letzten offiziellen Abstimmung herrschte noch eine ca. 2/3 Mehrheit für die Verlegung der Strasse. Für mich immer noch die geltende Grundlage! Wäre die VU wirklich das Sprachrohr aller Bürger, dann hätte sie bereits früher eine ordentliche Abstimmung eingefordert und das Ergebnis als Grundlage für die Aussage «Schaanwald will die Verlegung nicht» genommen, nicht aber die parteiinterne Meinung weniger und die Stimmungsmache an einem einzigen Abend.
Kalkül werfe ich nicht den Motionären vor, sondern der VU-Fraktion für den Ideal geplanten Termin der Infoveranstaltung und die perfekte Vorbereitung der VU-Meinungsbilder im Zuschg. Für mich als Bürger zählen einzig Bürgerabstimmungen als Meinungsgrundlage und keine Partei- Stimmungsmache. Wir entscheiden hier über ein Generationenprojekt, welches auf der Kippe steht. Ich hoffe für den Landtag zählt auch der Bürgerwille mehr als der Parteiwille Einzelner!
Ich brauche kein Zitat von Brecht für den Schluss meines Leserbriefes, ein Fazit genügt. Es braucht mehr als den idealen Zeitpunkt, politische Stimmungsmache und Kalkül, um den Bürgern richtig zuhören zu können. Es ist noch ein weiter Weg für die VU-Fraktion um zu einer fortschrittlichen Partei für alle Bürger und einem guten Zuhörer zu werden.

Markus Kieber,
Tannenweg 10, Schaanwald

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