Leserbrief

«Glücklich schätzen über die sozialen Errungenschaften»

Patrick Haldner,Im Bartledura 6, Schaan | 28. August 2019

Zum Leserbrief «Gefahren einer Wohlfahrtskultur» (27. August):


Ulrich Hoch,

selten so einen zynischen Unsinn gelesen, der Widerspruch fordert.
Ihr Verständnis von Eigenverantwortung heisst also, als Geringverdiener die Freiheit zu haben, selber entscheiden zu können, ob ich diesen Monat die Strom- oder die lebensnotwendigen, überteuerten Diabetes-Medikamente bezahlen soll. Und die Freiheit, in dem Monat, in dem ich mich entschieden habe, die Stromrechnung zu bezahlen, auf das Frühstück zu verzichten, damit die vom Vormonat aufgesparte Insulinration länger ausreicht.
Im Gegensatz zu Ihren genannten Behauptungen ist dieses Beispiel bittere Realität und tatsächlich erwiesen. Wir können uns glücklich schätzen über die sozialen Errungenschaften, die solch unwürdige Zustände bei uns verhindern, und müssen Sorge dafür tragen, dass uns die Solidarität nicht abhanden kommt.

Patrick Haldner,
Im Bartledura 6, Schaan

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