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Leserbrief

«Sehr bewusste Entscheidung»

Amos KaufmannEgerta 17, Balzers | 23. August 2019

Erläuterung zum Artikel «Anderssein in Liechtenstein» der Internationalen Sommerakademie für Journalismus und PR an der Universität Liechtenstein, erschienen am 22. August:
Im Porträt über die LGBTI-Szene rund um den Verein Flay in Liechtenstein wurde unter anderem die Kritik an der Sorge um das Kindeswohl abgedruckt. Die Aussage, es könne kein «Unfall» passieren, muss noch weiter erläutert bzw. richtig-gestellt werden.
Uns allen liegt das Kindeswohl sehr wohl am Herzen. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft, die Unschuld der Kinder zu schützen. Das steht ausser Frage. Bei der Diskussion um das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare wird oft mit dem bedrohten Kindeswohl argumentiert. Es ist genau diese Kritik, die wir nicht nachvollziehen können. Die Entscheidung, ein Kind zu haben, ist besonders bei gleichgeschlechtlichen Paaren eine sehr bewusste. Man macht sich jahrelang Gedanken darüber. Gerade weil solche Paare sich der Argusaugen der Gesellschaft bewusst sind, setzen sie auch alles daran, dass es dem Kind an nichts fehlt. Der Verantwortung und nötigen Sorgfalt bei der Erziehung unserer nächsten Generation sind sich alle Eltern – egal welcher Konstellation – bewusst. Um eine Stigmatisierung von Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern zu verhindern, sind wir aber als Gesamtgesellschaft gefragt. Dies besonders deswegen, weil solche Familienmodelle gelebt werden, Adoptionsrecht hin oder her.

Amos Kaufmann
Egerta 17, Balzers

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