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Leserbrief

Zur Kritik- und Konfliktfähigkeit in Liechtenstein

Manuela und Patrick Haldner- Schierscher, Im Bartledura 6, Schaan | 21. August 2019

Frau Herlinde Oehri, Herr Mario Amann,
mit Ihrer Reaktion zum Leserbrief von Eveline Bermann zeigen Sie punktgenau auf, wo das Problem der richtigen Frau Liechtensteiner, des richtigen Herrn Liechtensteiner liegt: zuerst einmal das reflexartige Reagieren und Bellen, wenn sich jemand erlaubt, Kritik zu üben an irgendetwas «Liechtensteinischem». Es geht Frau Bermann ganz bestimmt nicht darum, dass ihr Name nicht genannt wurde im Lied. Sondern vermutlich und ausschliesslich darum, dass das Liechtenstein-Lied jegliche Namendiversität/Vielfalt vermissen lässt und impliziert, dass Herr und Frau Liechtensteiner hierzulande einen der alteingesessenen Namen tragen. Es findet keine Erwähnung, dass Herr und Frau Liechtensteiner auch einen nicht alteingesessenen Namen tragen können, dadurch wird die Einteilung in Bürger/-innen erster (alteingesessen) und zweiter (eingebürgert) Ordnung betoniert.
Der zweite Reflex ist, dass die Person, die sich erlaubt, Kritik zu üben, ohne jegliche Zurückhaltung kleingemacht wird.
Jetzt fehlt nur noch der dritte, zunehmend beliebte Reflex: «Wenn’s diar ned passt, kascht jo go!»

Manuela und Patrick Haldner- Schierscher, Im Bartledura 6, Schaan

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