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Leserbrief

Nur eine Strophe!

Evelyne Bermann,Reschweg 3, Schaan | 21. August 2019

An Frau Oehri, Herrn Amman und alle, die meine Kritik an einer Strophe des Liechtenstein-Liedes verärgert haben sollte: Es war meinem Leserbrief deutlich zu entnehmen, dass es mir keiner Weise um die Nennung meines eigenen Namens ging. Noch habe ich in irgendeiner Weise das 300-Jahr-Jubiläum, das Jubiläumsfest oder das Lied als Ganzes schlechtgeredet.
Mit mehr zeitlichem Abstand hätte ich meine Aussage weniger emotional formulieren können, das gebe ich zu, und dafür entschuldige ich mich. Lange vergessen geglaubte Gefühle wurden wieder aufgeweckt, ich fühlte mich um mindestens 30 Jahre zurückgeworfen.
Es ging und geht mir um das Bewusstmachen der Ausgrenzung, die in dieser «einen Strophe» zum Ausdruck kommt. Sie definiert, wie man in Liechtenstein heisst, also auch, wer dazu gehört. Selbst wenn bei Weitem nicht alle Ohrenmarken-Namen genannt wurden, hier wird eine deutliche Grenze gezogen. Viele mir zustimmende Personen haben dies so erlebt oder erleben es noch.
Sicher war dieser Effekt der Komponistin nicht bewusst, ich vermute keine böse Absicht dahinter.
Das Lied wird uns jedoch erhalten bleiben, es ist ja auch hübsch, allerdings hoffe ich wirklich, dass diese Strophe entfällt und in Vergessenheit gerät.

Evelyne Bermann,
Reschweg 3, Schaan

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