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Leserbrief

Trugbild und Wirklichkeit

Ludwig Schädler,Spennistrasse 43, Triesenberg | 21. August 2019

Letzten Samstag fand auf der Sücka ein Workshop «Wohin mit den Alpen» statt. Im «Vaterland» vom 19. August 2019 ist nachzulesen, dass am Nachmittag auch der Triesenberger Vorsteher zur Gruppe stiess und sich wie folgt geäussert hat: «Die Tendenz hin zu mehr touristischer Infrastruktur sehe er nicht. Eher wolle man das, was man habe, optimaler nutzen.» Ende Zitat.
Wenn man das nutzen will, was man hat, wieso bewilligt der Gemeinderat dann Schaukeln auf dem Weidgang in Malbun?
Wenn man das nutzen will, was man hat, wieso gewährt der Gemeinderat dann einen Beitrag von 20 000 Franken und bewilligt der Firma Xchange AG Vaduz eine Grossveranstaltung wie die Durchführung des weltweit bekannten Hindernisrennens «Spartan-Race», wo allenfalls Tausende Teilnehmer an den Start gehen (Duisburg Anfang Juli 2800 Teilnehmer) und auf den Wanderwegen, in unseren Wiesen und Wäldern ein Spektakel veranstalten, das Wild verscheuchen, künstliche Hindernisse überwinden, durch angelegten Matsch waten, Feuer überspringen usw. usf.?

Wenn man das nutzen will, was man hat, wieso setzt der Gemeinderat dann überhaupt eine Arbeitsgruppe ein, verbrät Sitzungsgelder und befasst sich in mehreren Sitzungen mit einer «Schnapsidee» namens «Studie der Interessengemeinschaft Riitgeishütta», wonach ein Panoramarestaurant mit Aussichtsplattform erstellt und eine Gondelbahn vom Parkplatz in Steg auf den Kulm führen soll?
Das sind allein Beispiele aus den letzten paar Monaten. Wer hier keine Tendenz hin zu mehr touristischer Infrastruktur sieht, sollte umgehend einen Termin beim Augenarzt vereinbaren.

Ludwig Schädler,
Spennistrasse 43, Triesenberg

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