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Leserbrief

Und weiter geht es

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell | 3. August 2019

Wow – es wird immer so weiter gehen, ob es nun der «schweizerische» Spesen-Exzess, der «französische» Hummer-Eklat, die «liechtensteinische» GPK-Affäre oder die «österreichische» Akten-Schredder-Orgie ist. Auch das nächste «Ereignis» dieser «Art» wird mein Forscher-Herz in Sachen «Entitäten» und «Morphogenetik» noch höherschlagen lassen. Dabei ist die Antwort auf die Frage, wie kann es sein, dass sich all diese «Skandale», «Affären» und «Eklats» in ihren «charakteristischen Eigenschaften» so ähneln wie eineiige Zwillinge oder was ist das für eine «Automatik», die die Verhaltensweisen der Beteiligten zu einem «Täglich-grüsst-das Murmeltier»-Erlebnis macht, sehr einfach.
Aber nur wenn man etwas über «Priming» und «Konditionierung» weiss. Beide «Weisheiten» erklären, wie unser bisher «Wahr-Genommenes» unsere folgende «Wahr-Nehmung» und unser «Denken» beeinflusst. Und genau diese «Tatsache», dass unser Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle >nicht< aus dem «Nichts» heraus geschehen, sondern durch einen «Kontext» erzeugt und gelenkt werden, macht solche Ereignisse für «Forscher» wie Prof. Hüther oder mich so «durchschau-» und «vorhersehbar»!
Wir kennen «das» als den «Priming-Effekt». Wir verstehen, dass Menschen der Illusion erliegen, dass ihre, durch sie selbst «unbewusst» ausgewählten «Reize», erzeugten Wahrnehmungen und Handlungen auf ihren eigenen Entscheidungen basieren oder einfach «automatisch» ablaufen. Ein «leuchtendes» Beispiel ist die in Bregenz «verhaftete» Sprayerin, die auf die Frage, weshalb sie das getan habe, ant- wortete: «Keine Ahnung».
Oder wie hat es Prof. Hüther bei einem seiner Vorträge in Liechtenstein formuliert: Wir «konditionieren» uns wie Tiere im Zirkus, die nicht mehr in der Lage sind, ihr Verhalten zu reflektieren und/oder zu ändern. Das «End-Stadium» ist dann das Dasein als das Huhn Mike, das 18 Monate «ohne Kopf» (über)leben konnte (www.miketheheadlesschicken.org).
Also wenn mal wieder der «Reiz» ausgelöst wird, sich über die «Ereignisse» in der «Politik» zu «ärgern», dann sich einfach vor Augen führen: «Politik» ist eine einzige «Konditionierungs-Maschinerie» und fördert eben bestimmte stereotype Persönlichkeits-Merkmale, Denk- und Verhaltensweisen. Alles selbst «erlebt», auch weil ich in der gleichen Schule «gross» wurde wie der ehemalige Innenminister Deutschlands und damit «Zeuge» seiner «Persönlichkeits-Entwicklung» war. ... und weiter geht es im nächsten Leserbrief.

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell

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