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Leserbrief

Erklärungsnotstand

Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan | 31. Juli 2019

Im «Volksblatt» vom 26. Juli war ein Interview mit Frau Martina Haas, der stellvertretenden Geschäftsführerin des LANV, zu lesen. Nach kurzer Einführung rätselt sie darin über die Gründe der mageren Beteiligung am kürzlich in Vaduz abgehaltenen Frauenstreiktag. «Ist ein Streik in Liechtenstein nicht opportun oder scheuen die Frauen auch an einem Streiktag die Öffentlichkeit?» – so lautete eine Frage an Frau Haas. Dann wollte die Interviewerin wissen, worauf wohl «die geringe Beteiligung der Politik» zurückzuführen war und was Frau Haas «rückblickend anders machen» würde. Frau Haas zeigt sich enttäuscht vom mangelnden Zuspruch der Landtagsabgeordneten sowie Gemeindevorsteherinnen bei diesem «Pflichttermin für jeden Politiker und jede Politikerin». Im Übrigen «mutmasst» sie oder meint: «Die genauen Gründe kenne ich nicht.»
Erklärungsnotstand! Umso mehr freut es mich, helfend einspringen zu können. In aller Bescheidenheit kann ich Frau Haas und Frau Böhler die Erklärung anbieten, weshalb beim Streik nur 250 Personen anwesend waren und nicht Tausende von Diskriminierten, Unterdrückten, Ausgebeuteten und permanent Benachteiligten, wie es, angesichts der wieder und wieder beschworenen Dramatik der Lage, zwingend logisch hätte der Fall sein müssen.
Meine Erklärung ist einfach und für jeden überprüfbar. Man kommt ihr ansonsten auch durch simple Überlegungen zur Thematik auf die Spur. Nebenbei bemerkt. Insofern das Gehirn nicht durch Dogmen und Ideologien vernebelt ist.
Sie lautet: Die Beteiligung am Frauenstreiktag war unterirdisch schwach, weil die ganzen «Erzählungen» von der ständigen Benachteiligung und Diskriminierung der Frauen mit der Lebenswirklichkeit nichts zu tun haben. Sie sind ein riesiger, ideologiegetriebener Schwindel. 1 Prozent der Frauen war in Vaduz anwesend. Für die übrigen 99 Prozent gilt die Aussage von Monisha Kaltenborn, die erste Teamchefin in der Formel 1 war. «Ich fühlte mich als Frau nie diskriminiert.» («Vaterland»). Wieso also, hätten sie in Vaduz ihre Zeit versäumen sollen?
Doch keine Angst, wir werden die Räubergeschichten trotzdem wieder und wieder aufgetischt bekommen, denn die Pflegerinnen des Opferkults wissen, dass man, mit der notwendigen Geduld, Wahrheiten auch erschaffen kann. Ausserdem gilt es für Frau Haas, ihr Funktionärinnengehalt zu verteidigen; last but not least, wie schon die alten Griechen zu sagen pflegten.


Hans Mechnig, Tröxlegass 46, Schaan

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