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Leserbrief

Pläne bleiben in der Schublade

Natascha StrampellaIm Krüz 44, Schaan | 29. Juli 2019

Immer wieder lese ich, dass unser Schutzwald in Gefahr ist und die natürliche Verjüngung ungenügend sei. Als Lösung hat die Jagdgesellschaft Alpila mit den dafür zuständigen Landesstellen ein Pilotprojekt erschaffen, um im Jagdgebiet Alpila ein «Einsprunggatter» zu errichten.
Diese Anlage soll zur Bestandsreduktion des Wildes beitragen und unserem Schutzwald dienen. Trotz grosser Anstrengungen sei es die letzten 10 Jahren schlichtweg nicht möglich gewesen, diese prekäre Situation zu verbessern!
Ich finde prekär, dass die Umsetzung von Wildtierpassagen nicht auf der politischen Agenda steht. Es macht für mich den Anschein, dass mehr Interesse dabei besteht, auf einem hohem Mass Rücksicht auf unsere Landwirtschaft zu nehmen, im Wissen, dass man damit der Biodiversität im hohen Mass schaden wird, wenn das Wild nicht wandern kann!
Dennoch wurden die Sanierungen der Wildtierkorridore zurückgestellt, auch im Wissen dass keiner mehr intakt ist.
Die Lösungen für die Landwirtschaft und unser Schutzwald soll nun eben dieses «Tötungsgatter» sein, in die das allen schadende Wild mit Futter hineingelockt und anschliessend erschossen wird.
Ich erwarte mir eine sinnvollere Lösung zum Wohle unseres einheimisches Wildes und der Natur! Der schweizerische Bundesrat hat in seinem verabschiedeten Aktionsplan «Biodiversität Schweiz» den Bau von Wildtierkorridoren beschleunigt. Das zeigt mir, wo ein Wille, da ein besserer Weg!
Mich überkommt ein ungutes Gefühl wenn ich daran denke, dass Menschen, die für unser Wohl verantwortlich sind, solche Lösungen für unsere Tiere bewilligen. Wir alle sind miteinander verbunden und eingebunden in die Natur. Solche in meinen Augen verabscheuenswerte Massnahmen können zu keinem nachhaltigen Erfolg führen.
Ein weiser Mann sagte einmal: Man kann die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation daran erkennen, wie sie ihre Tiere behandelt.

Natascha Strampella
Im Krüz 44, Schaan

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