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Leserbrief

Stärkung des öffentlichen Verkehrs

Herbert Elkuch, Landtagsabgeordneter | 27. Juli 2019

Postulat zur Finanzierung von Liemobil-Abos für Schüler, Lehrlinge und Jugendliche in Ausbildung, bis zum Alter 25.
Der letzte Leserbrief erörterte den Sozialabbau und das Plus an Belastung für Familien aus dem Jahr 2014 zur Sanierung des Staatshaushaltes. Der Staat ist wieder in finanzieller Bestform. Das Plus an Belastung und der Sozialabbau ist jedoch geblieben, deswegen reichten im März 2018 drei Abgeordnete ein Postulat ein. Im Postulat auch erwähnt: Die Schweiz bezahlt nach Ende der Kindergeldzahlung eine Weiterbildungszulage bis zu 250 Franken monatlich, Liechtenstein nicht.
Im Postulat wird ebenso die Stärkung des öffentlichen Verkehrs angeregt. Der gut ausgebaute Linienbusverkehr hat noch freie Kapazität. Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe des öffentlichen Verkehrs (ÖV), deshalb soll er für die heranwachsende Generation attraktiv sein. Bereits in jungen Jahren sollen die nachhaltigen Verkehrsmittel Priorität haben und diese auch behalten. Langfristig gewöhnt sich die Jugend an den ÖV und wird auch in Zukunft diesen eher benutzen. Das Fahrrad ist unschlagbar auf kurzen und mittleren Strecken. Bei rauem Wetter und längeren Strecken ist der Linienbus angenehmer. Die Jugend als soziale Gruppe zeichnet sich durch ein Zusammengehörigkeitsgefühl aus, mit bestimmten Verhaltensweisen und Einstellungen. Der ÖV fördert auch die sozialen Kontakte der Jugend, man trifft sich bei der Bushaltestelle.
Für die Kosten-Kalkulation der Freikarten rechnet die Regierung, dass alle anspruchsberechtigten Jugendlichen die Freikarten abholen. Ok, aber alle nutzen das Angebot nicht. Dazu gibts auch Gutsituierte, die kein «Sozial-Abo» wollen. Studierende im Ausland werden das Abo eher wenig nutzen. Die LIEmobil fährt die Kurse ohnehin, wenn ein paar mehr mitfahren, ist dies kein grosser Kostentreiber. Beteiligen sich die Gemeinden weiterhin an der Abo-Finanzierung, bleiben die Kosten für den Staat erschwinglich.
Für das Jahr 2016/2017 ermittelte die Regierung 856 Lehrlinge, 623 Studierende und 278 Personen in Weiterbildung, die unter 25 Jahre alt sind. Die Regierung schreibt im Bericht an den Landtag: «Zu bedenken ist, dass insbesondere die Lernenden in der Regel über ein eigenes (kleineres) Einkommen verfügen.» Meist ist es doch so, dass eine Unterstützung vonseiten der Eltern notwendig ist.
Der Landtag wird im Herbst über die Entlastung der Eltern, die Unterstützung der Bildung und die Förderung der öffentlichen Verkehrsmittel im Rahmen von Freikarten debattieren.

Herbert Elkuch, Landtagsabgeordneter

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