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Leserbrief

Honig oder VCL?

Jo Schädler, Eschnerstr. 64, Bendern | 26. Juli 2019

Zum «Volksblatt»-Bericht vom Mittwoch, den 24. Juli:
Da beklagt sich der Chef des Verkehrsclubs Liechtenstein, Herr Georg Sele, dass sein Verein zur Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes 2030, welches die Regierung bis im Herbst präsentieren möchte, nicht, oder wie er hofft «noch» nicht eingeladen wurde. Soso. Nun wollen wir aber stark hoffen, dass das auch genauso bleiben wird. Wie käme die Regierung dazu, irgendwelche Bünzlivereine, für welche der Tellerrand gleichzeitig der Horizont darstellt und die das Land am liebsten wieder um 100 Jahre nach hinten werfen würden, zu befragen? Wir haben unseren Politikern das Vertrauen geschenkt, an das sie sich bitte auch halten wollen, damit sie selbst und niemand sonst für unser Land und seine Bevölkerung in allen Lebensbereichen das Beste und das Erträglichste erarbeiten. Es ist schon hanebüchen genug, dass sie bei jedem Furz, an welchem sie ihre Verantwortung nicht zu tragen gewillt sind, irgendwelchen, meist fürstlich honorierten Experten übertragen. Das muss sowieso auch noch zur Gänze aufhören. Lädt die Regierung einen Verein dazu ein, ein Konzept, ganz egal welches, zu erarbeiten, macht sie sich des Demokratiebruchs aber gröber schuldig und gehört in die Wüste geschickt. Wie schon erwähnt, haben wir unsere Politiker nicht gewählt, damit sie sich von irgendwelchen Vereinsmeiern vor sich hertreiben lassen, sondern selber denken, wie sie das vor den Wahlen ja gelobt und auch geschworen haben. Und die Leute von diesem ominösen Verkehrsclub sollten ihrem Gesalbter, das ganze Land in einen einzigen Bus zu stopfen, Taten folgen lassen. Wie wäre es, wenn die Mitglieder des VCL ihre Böden, Bauplätze, Grundstücke, Alp und Streuewiesen den Gemeinden überschreiben, damit sie endlich genügend Reserven haben, mit den Landstrassenanrainern Bodentausch zu machen, um Busspuren erschaffen zu können? Und wenn die Regierung im Falle des Mobilitätskonzeptes alleine nicht weiter weiss, dann sollte sie sich zwar nicht Rat, aber wenigstens Denkanstösse bei einem wertvolleren Club wie zum Beispiel dem Imkerverein holen. Die Strassenränder, Kreisel und dergleichen als Blumenwiesen anstatt mit unästhetischen Weiberfiguren ausgestalten, würde den Menschen in diesem Lande eher dienen wie Busse, hinter denen der Autofahrer wie ein entmündigter Dümmling hinterher zu schleichen hat. Stirbt die Biene aus, dann hat der Mensch noch zwei Jahre zu leben und dann ist er auch futsch. Stirbt der VCL aus, hat der Liechtensteiner wieder eine freudige und erstrebenswerte Zukunft vor sich.


Jo Schädler, Eschnerstr. 64, Bendern

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