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Leserbrief

EU, Frau Rieger und Demokratie

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 24. Juli 2019

Zum Leserbrief von Eva Rieger im «Volksblatt» vom 22. Juli:
Viele Menschen in der Europäischen Union hielten Jean Claude Juncker für ein wahres Genie. Andere dagegen behaupten heute noch, dass er gewisse Themen nur anzusprechen wagte, indem er seinen Dionysos ähnlichen Corpus bis Oberkante Unterlippe mit europäischem Wein auffüllte, was ihm viele Dinge recht fröhlich gemacht haben soll. Filmaufnahmen sowie Gegner seiner politischen Selbstherrlichkeit, wurden und werden nicht müde, dieses unwürdige Schauspiel anzuprangern. Aber die starke EU schluckt und verschluckt bis heute ihr Versagen, das eigene Haus frei von Lastern und Lüstlingen zu halten, für welche sich sogar der Juncker noch zu schämen imstande war, basierend auf der Erfahrung und in ihrem Schutz, dass eine Krähe der andern kein Auge herauspickt. Wenn auch nur ein Bruchteil davon wahr ist, was sich im europäischen Haus an Abscheulichkeiten, von sexuellen Übergriffen, bis zur dreisten Abzocke von Sitzungsgeldern, bei welchen der meist pralle Hintern noch nie einen Stuhl gesehen hat und von welchem oft behauptet wird, dass die Staaten dorthin ihre unfähigsten Politiker entsorgen, dann muss man sich nicht wundern, dass der Hass gegen das Monster Bruxelles bis in das kleinste Dorf vorgedrungen ist. Das alles sagen zu dürfen, das ist eine Errungenschaft, welche sich auch und vor allem die EU ständig auf die Fahnen schreibt. Meinungsfreiheit als oberstes Gut der europäischen Bevölkerung, wobei Bruxelles den Anspruch erhebt, selbst über die Ernsthaftigkeit ihrer eigenen Vorgaben zu bestimmen. Vielen EU-Mitgliedsstaaten stinkt die deutsche EU-Vormacht dermassen, dass sie sich laut zu äussern wagen oder gar den Austritt verlangen.
Aber auch wir hier im Lande Liechtenstein haben unser verfassungsmässig garantiertes Recht, unsere Meinung kundtun zu dürfen. Dies ist jedoch noch nicht bis in das Haus von Frau Professor Eva Rieger, Vaduz, vorgedrungen. Wie käme sie sonst dazu, über Herrn Ulrich Hoch dermassen unflätig zu richten und ihre Meinung, die sie natürlich sagen darf, als die einzig wahre zu preisen, und jeden, der am Stammtisch etwas sagt, als dummen Vollidioten abzustempeln.
Art. 37 Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist jedermann gewährleistet.
Art. 40 Jedermann hat das Recht, durch Wort, Schrift, Druck oder bildliche Darstellung innerhalb der Schranken des Gesetzes und der Sittlichkeit seine Meinung frei zu äussern und seine Gedanken mitzuteilen; eine Zensur darf nur öffentlichen Aufführungen und Schaustellungen gegenüber stattfinden.

Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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