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Leserbrief

(Un-)heiliges «Etwas»

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell | 17. Juli 2019

Einige können dieses Wort schon nicht mehr hören und lesen. Bei anderen dreht sich immer mehr von ihrem Leben um dieses «Etwas». Dabei ist es rein «sachlich» nur ein Wort, das als Sammelbegriff verwen­det wird, um Eigenschaften, Strukturen, Sachverhalte oder Ereignisse auf einmal anzusprechen.
Und auch dafür gibt es ein Wort. Politik ist eine «Entität», etwas, das existiert, obwohl es eigentlich etwas «Abstraktes» ist. In der «Medizin» steht «Entität» für einen «Symptomen-Komplex», was nichts anderes bedeutet, dass «charakteristische Eigenschaften (CE)» zusammentreffen und daraus eine «Krankheit» machen.
Solche «CE» der Politik sind zum Beispiel wie gerade erlebt «Misstrauensanträge» und «Kontroll-Organe». Eine weitere «CE» der Entität «Politik» ist das «Aufstellen von Regeln» und damit die Verknüpfung zu einer anderen «Entität», nämlich der des «Spiels». Und auch diese hat so ihre «CE», wie den «Glauben» an «Fairness», der «Hoffnung» oder dem «Zwang» des «Gewinnen-Könnens» oder das «Drama» des «Verlierens». Genauso wie dem Glauben, dass Spiele zu spielen «Spass macht» oder einfach zum Leben dazu gehören.
Wieso schreibe ich das alles und was will ich damit sagen? Es ist für mich ein Weg «anzunehmen», dass ich nur die Möglichkeit habe, meine Erfahrungen, die ich bei der Vorbereitung von über 300 Frauen im Rahmen des «politischen» Förderprogramms der Konrad-Adenauer-Stiftung auf das «Spiel» Politik gemacht habe, an die zu hinterlassen, die erst gar nicht anfangen wollen in einem solchen «Spiel» mitzuspielen.
Ich erliege damit nicht der Illusion, dass ich damals mit diesem «Bewusst-Sein» etwas hätte «verhindern» können, auch deshalb, weil diese Menschen diese Erfahrungen durchlaufen wollten und einige aufgrund deren die Entscheidung treffen konnten, einen anderen Weg einzuschlagen.
Alle anderen nehmen weiterhin in Kauf, dass die Politik ein «Abbild» und ein «Spielplatz» der gesellschaftlichen «Krankheits-Symptomatiken» bleibt. Politik «funktioniert» dabei genauso wie «Jenga», das Turm-Spiel. Nur keine «Steine» entfernen, die den Turm zum Einstürzen bringen. Und sollte mal ein Stein «schadhaft» sein, dann wird er eben ausgewechselt und durch einen «funktionierenden» ersetzt, auch wenn, wie der Erbprinz richtig erkannt hat, es nicht einfacher wird, solche neuen «Steine» für die Politik zu «gewinnen».
Wieso/weshalb all dies dazu führt, dass sich bestimmte «Krankheits-Symptome» in der Politik verstärken werden, folgt in der Fortsetzung dieses Leserbriefes.

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell

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