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Leserbrief

«100 Prozent Bio-Landwirtschaft: Staatlicher Eingriff unerwünscht»

Walter Frick, Bardellaweg 26, Schaan | 3. Juli 2019

Sehr geehrter Herr Abgeordneter Herbert Elkuch
Sie äussern sich in «transparent DpL» zu obigem Thema. Einige Ihrer Argumente müssten sicherlich in die Ausgestaltung eines landesweiten Bio-Bewirtschaftungs-Konzept mit einbezogen werden. Aber bitte verraten Sie mir, was Sie unter ganzheitlicher, tiergerechter, nachhaltiger und umweltfreundlicher Produktion verstehen. Solange weltweit tonnenwiese chemisch-synthetische Mittel (Pestizide), unter anderem auch das gefährliche Glyphosat (Herbizid) und andere Mittel wie beispielsweise Neonicotinoide (Insektengifte) in unsere Umwelt abgegeben werden, kann doch nicht von einem ökologischen Leistungsnachweis gesprochen beziehungsweise geschrieben werden. Und leider ist erwiesen, dass die Schweiz hier im Ausbringen dieser Umweltgifte die Tabelle teilweise weltmeisterlich anführt. Würden alle liechtensteinischen landwirtschaftlichen Betriebe nach «Bio-Suisse» produzieren, hätten wir etliche Probleme weniger mit: Massivem Insektensterben, verunreinigte, belastete Gewässer, verseuchte (leblose) Böden usw. Dabei könnte das Fürstentum Liechtenstein eine Vorreiterrolle einnehmen, die unser kleines Ländchen in ein sehr gutes Licht stellen würde. Auch würde das Angebot beim Verteiler an konventionell hergestellten Produkten weiterhin nicht weniger werden wie Sie erwähnen. Es sei denn, die Liechtensteinische Bevölkerung würde noch mehr auf Bio-Produkte zurückgreifen. Auch dies wäre möglich, wenn die Politik die Bio-Produkte mittels Steuerung der Subventionen preislich so niedrig halten würde wie konventionell hergestellte Lebensmittel. Dass das Geld kostet, ist klar. Allerdings so bin ich überzeugt, würde dieses Geld mittel-langfristig über die damit eingesparten Gesundheitskosten und weiteren positiven Nebenerscheinungen mehr als nur wieder gutgemacht werden. Eines ist auf jeden Fall klar, nur Bio-Produktion hat eine Zukunft.


Walter Frick, Bardellaweg 26, Schaan

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