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Leserbrief

Alles wird teurer, nur die Ausreden werden billiger

Peter Forstinger Am Exerzierplatz 37, Vaduz | 1. Juli 2019

Mit Herzblut für Transparenz, Sachpolitik, und effizienten Umgang mit staatlichen Mitteln will die Aussenministerin sorgen. Weshalb aber konnte sie diese Tugenden die letzten 10 Jahre beim Ausüben ihrer Ämter und Verantwortungsbereichen nicht vorleben? Bei jeder Anhörung oder Verlautbarung, den nachfolgenden Rechtfertigungsversuchen auf die ursprünglich unwahren Aussagen und Halbwahrheiten, folgt ein überarbeiteter Erklärungsversuch. Da wird ihr oft zitiertes Wort «Transparenz» zum Hohn. Ich kann den Regierungsmitgliedern für die bevorstehende Landtagssitzung nur meine Empfehlung mitgeben, sich durch ihre üblichen Selbstinszenierungen nicht blenden und einlullen zu lassen. Wenn der Bürger die Zusammenhänge erkennen will, darf er diese aktuelle Affäre «Aurelia» nicht isoliert betrachten. Er muss zurückblicken und auch den Leistungsausweis und die Verfassungswidrigen Handlungen während ihrer Amtszeit als Ministerin für Justiz und Kultur mit einbeziehen und bewerten. Die Seilschaften welche sie eingegangen ist, dürfen nicht ausgeblendet werden. Es ist für mich deshalb nicht verwunderlich, dass sich Regierungschef Adrian Hasler sehr spät und dann sehr zurückhaltend, dümmlich zur «Berater-Affäre» geäus­sert hat. Er ist stark vorbelastet. Verbindet sie beide doch die gemeinsamen kriminellen und strafbaren Handlungen, er als ehemaliger Polizeichef, sie als ehemalige Justizministerin in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft, in der unrühmlichen Causa Dr. Alois Büchel. Ich habe bereits nach Erscheinen des Buches (Bericht) «Unfassbar» von Dr. Alois Büchel per Leserbrief alle im Bericht zu Unrecht beschuldigten Amtsträger aufgefordert, juristisch gegen den Autor vorzugehen und strafrechtlich zu verfolgen. Da keiner der Beschuldigten erfolgreich Widerspruch eingelegt hat, muss ich die beschriebenen Vorfälle und kriminellen Handlungen als Wahrheit anerkennen und den Rücktritt beider Personen, Aurelia Frick und Adrian Hasler, fordern. Diese Umstände der Budgetüberschreitung sind nicht zu akzeptieren und müssen vollständig aufgeklärt werden. Sie ist aber im Gegensatz zu den Vorfällen und Geschehnissen in Regierung und Staatsanwaltschaft in Liechtenstein der letzten 10 Jahre ein Marginalie. Der Volksmund spricht da auch von «gemeinsamen Leichen im Keller». Wo Abhängigkeiten geschaffen werden, können keine gewissenhaften und freien Entscheidungen gefällt werden. Wo finden sich die charakterfesten und unabhängigen Politiker/-innen welche die Zukunft des Landes gestalten?


Peter Forstinger
Am Exerzierplatz 37, Vaduz

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