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Leserbrief

Wer verleumdet denn da?

Urs Kindle,Runkelsstrasse 17, Triesen | 29. Juni 2019

Leserbriefschreiber Werner Schädler wirft mir (aufgrund meines Leserbriefs vom 18. Juni) Verleumdung der Regierungsrätin Aurelia Frick vor. Daher sehe ich mich dazu veranlasst, hier die entsprechenden Leserbrief-Passagen zu zitieren, damit die Leserschaft sich ein eigenes Urteil bilden kann.
Ich hatte es gewagt, den UNO-Migrationspakt zu kritisieren – und damit ausdrücklich auch Aurelia Frick, die diesen gepriesen hatte – und leider allzu gerne unterzeichnet hätte. Meine diesbezüglichen Worte in jenem Leserbrief: «[…] Wie muss man eine solche Einstellung [Aurelia Fricks] nennen? Kurzsichtigkeit? Blindheit? Anti-patriotische Rückgratlosigkeit? Bereitschaft zum (unbewussten) Volksverrat?» Ende Zitat.
Da der UNO-Migrationspakt für die jeweiligen (Unterzeichner-)Länder fatal sein kann (und meines Erachtens sein wird), darf man obige Fragen in der Tat stellen. Wohlgemerkt: Es handelte sich um Fragen (und nicht um fixe Aussagen!), die ich in den Raum gestellt hatte. Eine Verleumdung Fricks tönt anders, Herr Werner Schädler. Selbst die fragende Formulierung «Bereitschaft zum (unbewussten) Volksverrat?» ist kein Ausdruck von «Hassrede» («Hate Speech») – man beachte auch das eingeklammerte Wort «unbewussten». Am Rande: Es ging mir in jenem Leserbrief in keiner Weise um Überlegungen irgendwelcher parteipolischer Färbung.
Werner Schädler äusserte im Leserbrief vom 27. Juni 2019: «(…) Werden aber Leute wie Aurelia Frick von Christen wie Kindle einer ist, auf so unchristliche Art diffamiert [verleumdet], dann bin ich nicht still.» Es stellt sich hierbei die Frage: Wer verleumdet denn da? Ist es nicht Werner Schädler selbst? Er verleumdet, indem er anderen Menschen zu Unrecht Verleumdung vorwirft. Er verleumdet mittels seiner Zeilen nicht nur meine Wenigkeit, sondern auch Jo Schädler, den er unter anderem vollkommen unfair und haltlos der Lüge bezichtigt. (Lüge bedeutet bekanntlich willentliche Äusserung der Unwahrheit.)
Am Ende meines von Werner Schädler kritisierten Leserbriefs hatte ich übrigens bezüglich Aurelia Frick geschrieben: «[…] Es besteht hier nicht die Absicht, sich wie ein Habicht auf ein verwundetes Wesen zu stürzen. Letztlich geht es jedoch um die Existenz unseres Landes.» Auch hierbei gilt: Verleumdung tönt anders. Schlussfolgerung: Offensichtlich macht es Sinn, die Worte «Verleumdung» bzw. «Lüge» mit einer guten Portion Vorsicht zu verwenden. Und: Man kämpfe um das Recht, seine Meinung frei äussern zu dürfen.

Urs Kindle,
Runkelsstrasse 17, Triesen

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