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Leserbrief

Emotionen sind menschlich

Robin Schädler, Stadel 16c, Balzers | 28. Juni 2019

Ruben Bucher vermeinte letztens zur aktuellen Fussball-WM («Vaterland», 25.6., S. 1): «Als dann [...] auch noch eine Spielerin von Kamerun auf dem Feld weinte, da ein von ihr erzieltes Tor durch den VAR aberkannt wurde, war das Spiel mindestens für mich zu Ende.» Wäre es besser gewesen, sie hätte sich bei der Schiedsrichterin mit ausfälligen Worten beschwert? Wenn sie aggressiv auf die Gegenspielerin losgegangen wäre, um eine Rudelbildung zu provozieren? Wenn sie wütend auf den Ball eingetreten hätte? All dies sind Beispiele für harte Emotionen.
Dies im Gegensatz zu weichen Emotionen wie Tränen, Traurigkeit. Oder auch Einfühlsamkeit, Empathie. Wie wäre es, wenn sich in unserer Gesellschaft jede Person so wohlfühlen würde, dass sie ihre weichen Emotionen ausdrückt? Dort hätten wir Zeitungen, in denen wir auf Seite 1 dafür Zuspruch erhalten, dass wir unsere Schwächen zeigen. Dass wir eingestehen, auf etwas keine Antwort zu haben. Dies wäre eine Gesellschaft, in der wir anderen gegenüber schlicht offen und ehrlich sein dürfen.

Robin Schädler, Stadel 16c, Balzers

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