Leserbrief

Zum Leserbrief «Atheist von der Sücka»

Werner Schädler, Sückastrasse 41, Triesenberg | 27. Juni 2019

Der unter diesem Titel veröffentlichte Leserbrief von Jo Schädler strotzt wieder einmal nur so von Behauptungen und Unterstellungen, die nicht stimmen. Interessant ist ja alleine schon der Umstand, dass ausgerechnet Jo Schädler bemängelt, ich würde Urs Kindle verhöhnen. Ausgerechnet er, der alles und jede und jeden in den Dreck zieht, wie es im gerade beliebt. Lustigerweise viel mir dazu ein Satz von Erbprinz Alois aus einem Schreiben an mich ein: «Es erstaunt mich, Herr Schädler, dass ausgerechnet Sie das sagen.» Dann möchte ich folgendes richtigstellen.
1. Ob ich in meiner Jugend ein praxistauglicher Christ war oder nicht, kann Jo wohl kaum beurteilen. Dazu kennt er mich schlicht und einfach zu wenig. Das ist auch gut so und ich belasse es nur allzu gerne dabei.
2. Ja, in einem hat er recht. Ich spende tatsächlich nicht die Hälfte meines Einkommens für die menschliche Behandlung der Migranten. Ich spende aber regelmässig meinen Verhältnissen angemessene Beiträge an Lanka-Help oder an die Viktoria Schule. Das in der Überzeugung, dass durch Bildung die Situation in diesen Ländern verbessert wird und ein paar Leute weniger aus wirtschaftlichen oder anderen Gründen ihre Heimat verlassen müssen. Also nix da mit Wasser predigen und Wein trinken, Herr Schädler.
3. Nein Jo, ich habe den UNO-Migrationspakt mit keinem Wort als alle Probleme lösendes Mittel gepriesen. Die Verfasser dieses Paktes bei der UNO und alle Staaten, die diesen Pakt unterzeichneten, behaupteten das übrigens auch nicht. Solche Lügen und untergeschobenen Sätze haben bei ihm aber durchaus System, doch seine Taktik ist ganz leicht zu durchschauen. Einfach etwas lange genug behaupten, dann wird es dann schon irgendwann geglaubt.
4. Jein, ich habe bei mir zu Hause keine Flüchtlinge aufgenommen. Ich habe aber in den vergangenen Jahren drei Mal Flüchtlingen die Möglichkeit geboten, bei uns im Berggasthaus zu arbeiten und zu wohnen. Das natürlich zu einem im Gastgewerbe üblichen Lohn. Aufgehört habe ich damit, weil ich mit dem System der Flüchtlingshilfe für arbeitswillige Flüchtlinge nichts anfangen kann und nicht etwa weil ich von den Flüchtlingen enttäuscht wurde. Sie haben gute Arbeit geleistet. Das ist aber ein anderes Thema und möchte jemand genaueres Wissen, gebe ich ihm gerne Auskunft.
5. Ja, beim Grund, den ich für meinen Atheismus angab, habe ich einen Fehler gemacht. Es ist natürlich nicht so, dass ich alleine wegen Urs Kindle zum Atheisten wurde. Das hat auch noch ganz andere Gründe. Ich achte aber jede und jeden, der wirklich glaubt. Dabei stört es mich nicht ob er Christ, Moslem, Jude oder sonst gläubig ist. Werden aber Leute wie Aurelia Frick von «Christen» wie Kindle einer ist, auf so unchristliche Art diffamiert, dann bin ich nicht still.
Und 6.: Um neben dem Erbprinzen noch einen anderen Prominenten zu zitieren: «Ich habe fertig.»

Werner Schädler, Sückastrasse 41, Triesenberg

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