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Leserbrief

Berater-Gate in Liechtenstein

Dr. Herbert Werle,am Irkales 7, Vaduz | 19. Juni 2019

Als steuerzahlender Bürger des Landes Liechtenstein reibe ich mir die Augen. Die langgediente Regierungsrätin verweigert der GPK uneingeschränkte Aufklärung zu der von ihr, oder ihrem Umfeld in Auftrag gegebenen, vom Steuerzahler bezahlten, substanziellen, aus Sicht der GPK unklaren Beratungsaufwendungen. Rechnungen werden mit dem Argument «Persönlichkeitsschutz» geschwärzt, Originale vernichtet, Rechnungskopien mit nichtssagenden oder unklaren Rechnungszwecken vorgelegt. Interne Kontrollen, wie das Vieraugenprinzip scheinen nicht zu existieren. Nach den Grundsätzen einer transparenten und ordnungsgemäs­sen Rechnungslegung, kann sich ein Amtsträger gegenüber der Kontrollstelle nicht auf den Einwand «Persönlichkeitsschutz» berufen, sondern muss vollständig und transparent die Ausgaben begründen und Unklarheiten beseitigen. Es macht in der Öffentlichkeit den Anschein, dass etwas verheimlicht werden soll. Das ist für das Vertrauen und das öffentliche Bild desaströs. Das Vertrauen braucht Jahre um es aufzubauen, es kann jedoch in wenigen Augenblicken zerstört werden. Das scheint nun der Fall zu sein und man fragt sich, ob die Amtsträgerin nicht die Bodenhaftung verloren hat, wenn sie sich im Zuge dieser Affäre als Regierungs­chefin ins Spiel bringt.

Dr. Herbert Werle,
am Irkales 7, Vaduz

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