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Leserbrief

Scheinpatriotentum Liechtenstein

Urs Kindle,Runkelsstrasse 17, Triesen | 19. Juni 2019

Wir erinnern uns: Regierungsrätin Aurelia Frick hatte Ende 2018 den geplanten, brandgefährlichen UNO-Migrationspakt umarmt und dadurch die Eigenständigkeit, ja die Existenz Liechtensteins aufs Spiel gesetzt. Wie muss man eine solche Einstellung nennen? Kurzsichtigkeit? Blindheit? Anti-patriotische Rückgratlosigkeit? Bereitschaft zum (unbewussten) Volksverrat? Immerhin: Letztlich enthielt sich die Regierung im Dezember 2018 bezüglich UNO-Migrationspakt. Doch wohl einzig aufgrund des Gegendrucks vonseiten des Landtags bzw. der Bevölkerung. Konsequent und sinnvoll wäre ein klares Nein gewesen. Es erschüttert, dass Regierungsrätin Frick willens gewesen war, dieses äusserst gefährliche monströse Unding (= UNO-Ding) zu unterzeichnen. Gottlob hat aber für einmal der Wille der (Mehrheit der) Bevölkerung Liechtensteins gesiegt.
Es tönt leider allzu zweideutig, wenn ausgerechnet die Pro-UNO-Migrationspakt-Verfechterin Aurelia Frick jetzt, am 14. Juni 2019, im Interview auf «Radio L» äussert: «Eigentlich müssen wir in unserem Land etwas verändern, und zwar grundlegend.» Wie sieht die geplante grundlegende Veränderung à la Frick denn aus? Noch mehr Globalisierung? Weitere Unterhöhlung der Eigenständigkeit Liechtensteins? Man erinnere sich: Sie war es, die am 28. September 2018 gefordert hatte, Zitat: «Wir brauchen mehr Vereinte Nationen, nicht weniger.»
Und zynisch tönt es, wenn jetzt (am 14. Juni) ausgerechnet die UNO-Migrationspakt-Dienerin Aurelia Frick sagt: «Eigentlich brauchen wir doch Leute an der Spitze unseres Landes, die sich mit Herzblut für unser Land, für unsere Bürger einsetzen – die sagen, ich will das Land verändern, ich will etwas für unsere nächste Generationen tun.» Liebe Frau Frick, wenn man sich für den tückischen und fatalen UNO-Migrationspakt einsetzt, dann geschieht dies weder zum Nutzen «unserer Bürger» noch zum Nutzen «unserer nächsten Generationen».
Es besteht hier nicht die Absicht, sich wie ein Habicht auf ein verwundetes Wesen zu stürzen. Letztlich geht es jedoch um die Existenz unseres Landes: Ohne Politiker mit Rückgrat (und ohne Leute, die für Liechtenstein beten) wird unser Land der (schrittweisen) Zerstörung preisgegeben.
Wie rettet man Liechtenstein? Nicht, indem man wohlklingende, schein-patriotische, leere Worte schwingt; und nicht, indem man sich zur UNO-Marionette macht, sondern indem man die Wünsche und Bedürfnisse der Bürger Liechtensteins (und nicht diejenigen von EU und UNO) an die allererste Stelle setzt.

Urs Kindle,
Runkelsstrasse 17, Triesen

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