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Leserbrief

Sehr geehrte Chefredaktion

Klaus Ruhenstroth-Bauer,derzeit und bis Ende Juni im Gasthof Werdenberg, Buchs | 17. Juni 2019

In der Absicht und im Bemühen, die Durchführung gemeinnützige Vorhaben zum Nutzniess von Bedürfnis- und Anspruchsgruppen in der Zivilgesellschaft zu fördern, habe ich mich in den vergangenen Jahren häufig in Liechtenstein und der Schweiz aufgehalten. Zwangsläufig wurde ich infolgedessen zu einem aufmerksamen und ernsthaften Beobachter der politischen Verhältnisse in Liechtenstein – und dies innerhalb wie auch jenseits der Tagespolitik. Selbstredend gebührt es sich nicht, dass ich mich als ein Staatsbürger eines Nachbarlandes öffentlich zu Begebenheiten äussere, die lediglich der Entscheidung der Bürger und ihrer politischen Organschaften in Liechtenstein vorenthalten bleiben. Trotzdem erlaube ich es mir, heute von diesem Vorbehalt Abstand zu nehmen. Grund hierfür ist die Veröffentlichung mehrerer Zeitungsartikel in der Liechtensteiner Presse, welche auf ein in der Sache vermeintlich nicht korrektes Verhalten von Frau Aussenministerin Dr. Aurelia Frick bei der Abrechnung einer Kostennote Bezug nehmen. Ich selbst hatte die Gelegenheit, Frau Dr. Frick im vergangenen Jahr anlässlich eines Gesprächs mit einem stellvertretenden Generalsekretär der Vereinten Nationen, kennenzulernen. Besagter Stellvertreter stellte seinerzeit den Antrag an die Regierung Liechtensteins, sich mit einer Mission – namens UNOPS – in Vaduz niederzulassen. Die Umsichtigkeit und Besonnenheit, mit der Frau Dr. Frick in diesem Gespräch die Rechtsordnung und die Interessen Liechtensteins vertrat und dabei grossen Wert auf die Beschäftigungsverhältnisse legte, die der jungen Generation aus der Ansiedlung einer Mission der Vereinten Nationen in Liechtenstein zweifellos erwachsen können, sind mir noch in guter Erinnerung. Frau Dr. Frick, die sich mit so viel Fachwissen, Verve und Zivilcourage nachhaltig für den Antrag der Vereinten Nationen zum Nutzniess ihrer Bürger einsetzte – und das nicht nur während des vorgenannten Gesprächs mit dem Stellvertreter, sondern auch in den Folgetreffen mit diesem und der anschliessenden Korrespondenz mit den Vereinten Nationen selbst – hat, mit Verlaub, einen ausdrücklichen Anspruch darauf, dass man ihr Vertrauen schenkt, ihren guten Leumund wahrt und ihr als einer politischen Repräsentantin begegnet, der ihr Mandat in Aufrichtigkeit, grosser Sachkenntnis und gelebter Verantwortung erfüllt. Ich selbst habe in meiner langen Berufserfahrung und in zahlreichen Begegnungen mit politischen Führungspersönlichkeiten es durchaus gelernt, Eigensinn und Kulanz, Demut und Doppeldeutigkeiten voneinander zu unterscheiden. Ich hoffe, Gleiches gilt auch für jene, die Frau Dr. Frick den unhaltbaren Vorwurf machen, vorstehende Kostennote nicht sachgemäss abgerechnet zu haben.

Klaus Ruhenstroth-Bauer,
derzeit und bis Ende Juni im Gasthof Werdenberg, Buchs

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