Leserbrief

Die Maske ist gefallen

Peter Forstinger Am Exerzierplatz 37, Vaduz | 17. Juni 2019

Dass Sie als künftige Regierungschefin mit Herzblut für Transparenz, Sachpolitik, Genauigkeit und effizienten Umgang mit staatlichen Mitteln sorgen wollen, ist exakt das, was die Bürger von allen Politikern erwarten dürfen. Weshalb konnten Sie diese Tugenden die letzten 10 Jahre beim Ausüben Ihrer Ämter und Verantwortungsbereichen nicht leben und umsetzen? Sie als eine der privilegiertesten Frauen im Land benutzen den Anlass des Frauenstreikes vom letzten Freitag zur
Selbstdarstellung. Sie schwenkten die «Totschlagkeule», fühlten sich zur Aussage veranlasst, nur weil Sie eine Frau sind, würden Sie diskriminiert und müssten sich für ein Vergehen rechtfertigen. Das «Totschlag-Argument» ist Ihre intelligente und intellektuelle Bankroterklärung. Ob Sie den Frauen, welche im Alltag wirklich leider oft noch benachteiligt werden, mit Ihren Aussagen einen Gefallen getan haben, überlasse ich den streikenden, aufmarschierten Frauen selbst.
In Ihrem offenen Brief bemühen Sie eine Aussage, welche Margaret Thatcher zugeschrieben wird. Sie fühlen sich persönlich angegriffen und reagieren mit Laustärke, (Grossinseraten) was sicher auch kein überzeugendes Argument ist, Ihr arrogantes, skandalöses Verhalten gegenüber der GPK und Ihren Regierungsmitgliedern zu erklären. Jedem KV-Lehrling ist bekannt, dass Originalrechnungen nicht manipuliert werden dürfen. Jeder Patient, welcher Kopien von Arztrechnungen der Krankenkasse einreicht, wird aufgefordert, das Original nachzureichen. Dass Ihr Generalsekretär so inkompetent ist, kann ich nicht glauben. Hat er die Manipulation und nachträgliche Vernichtung der Rechnungen auf Anordnung von Ihnen, Frau Aussennministerin, ausgeführt? Wenn dem so wäre, hätten Sie, Frau Dr. Aurelia Frick, wieder einmal mehr ein Mitwisser, welcher künftig Ihres persönlichen Schutzes bedarf, in einen kriminellen Akt hineingezogen. Dies könnte man dann wirklich als eine Verschwörung bezeichnen, welche Sie den Oppositionsparteien und Gegnern vorwerfen. Sie wurden zu lange überteuert und schlecht beraten, nicht dieser aktuelle Vorfall wird Ihnen zum Verhängnis, sondern der Umgang, die Uneinsichtigkeit und Ihre masslose Arroganz anstelle einer Entschuldigung in dieser Affäre, wird Sie zu Fall bringen.

Peter Forstinger
Am Exerzierplatz 37, Vaduz

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