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Leserbrief

Der Jäger – Heger und Pfleger?

Peter Brunhart,Lawenastrasse 65, Triesen | 6. Juni 2019

In den letzten Tagen und Wochen konnte man einiges über den beleidigten Stolz der Jägerschaft lesen, die sich in ihrem Selbstverständnis als alleinige «Gutmenschen» für Wald und Wild sehen. Daraufhin habe ich beschlossen, das Angebot an der Begehung des Schutzwaldes in Steg anzunehmen, mich vor Ort zu informieren, um mir selbst ein Bild zu machen. An der Begehung waren Jäger, Interessierte, Bodenbesitzer und Förster mit dabei. Ich war schockiert vom Wachstumsunterschied, der in freier «Wildbahn» gezogenen und vom Wild abgeästen Tannen, welche ca. 10 Prozent der Höhe erreichten. Im Gegensatz zu jenen, welche in einem 1,5 Meter hohen Gehege gepflanzt und somit vom Wildverbiss verschont blieben.
Es erstaunt auch nicht, wer diese Zäune, welche in sehr steilem und unwegsamen Gelände gebaut und dauernd unterhalten werden müssen, bezahlt: die Allgemeinheit.
Wer hat nun Recht im Kampf um die Meinungshoheit, wie viel Wild der Schutzwald verträgt?
Es ist zu befürchten, dass die Jäger die Propagandaschlacht zu ihren Gunsten, auf Kosten der nachfolgenden Generationen, gewinnen, solange das Land anscheinend im Geld schwimmt.

Peter Brunhart,
Lawenastrasse 65, Triesen

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