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Leserbrief

Kein Widerspruch zur Alpenkonvention!

LGU und BZG | 6. Juni 2019

Die Botanisch-Zoologische Gesellschaft BZG und die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz LGU haben dem Landtag empfohlen, den Weg zur Alp Garsälli nicht mehr in einer für Rinder geeigneten Qualität auszubauen und entsprechend zu unterhalten. Patrick Schädler berichtete darüber in seinem Beitrag im «Vaterland» vom 5. Juni 2019, «LGU empfiehlt, Alp Garsälli aufzugeben.»
Wie Herr Schädler allerdings darauf kommt, dass ein solcher Schritt der Alpenkonvention widersprechen würde, erschliesst sich weder der BZG noch der LGU. Zu den Zielen des Protokolls der Alpenkonvention «Naturschutz und Landschaftspflege» gehören unter anderem der Schutz, die Pflege und die Wiederherstellung von Ökosystemen sowie der Erhalt der natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen.
Wenn man das Protokoll der Alpenkonvention genau studiert, wird einem schnell klar, dass es darum geht, für eine naturverträgliche und naturförderliche Raumplanung zu sorgen. Dies soll grenzübergreifend geschehen und die Erstellung von Konzepten, Programmen oder Plänen für den Schutz und die Förderung von Natur- und Kulturlandschaften sowie der Biodiversität und für die systematischer Beobachtung und Forschung beinhalten.
Vor rund sieben Jahren starteten BZG und die LGU das Projekt «Naturmonografie Wildnisgebiet Samina- und Galinatal». BZG und LGU sorgten mit der Hilfe von Sponsoren, zu denen auch das Land Liechtenstein und das Bundesland Vorarlberg zählen, für die Finanzierung des Projektes, und vergab Forschungsaufträge an entsprechende Experten. Die meisten Expertenberichte liegen mittlerweile vor und die Naturmonografie wird voraussichtlich Ende 2019/Anfang 2020 publiziert.
Sowohl Natur- als auch Kulturlandschaften sind wichtig und erhaltenswert. Was man wo wie gewichtet, soll eine Folge ernsthafter Überlegungen und begründbarer Argumente sein. BZG und LGU empfehlen, das Samina- und Galinatal grenzüberschreitend und weitestgehend den dort ablaufenden natürlichen Prozessen zu überlassen. Das ist ein Vorschlag zur Raumplanung im Alpenraum, also ganz im Sinne der Alpenkonvention.

LGU und BZG

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