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Leserbrief

Ausrotten vom Wild in unseren Wäldern – Keine Visionen und keine Ethik in Sicht, Teil eins

Arthur Frick, Rennhofstrasse 9, Mauren(Der zweite Teil dieser Lesermeinung erscheint... | 11. Mai 2019

Als ich am Mittwoch die Landtagsdebatte über den Lebensraum Wald verfolgte, war ich entsetzt über das fachliche Unwissen einiger Abgeordneten und das oberflächliche, ja ignorante Abhandeln dieses Themas. Als Jäger mit Leib und Seele hat mich das sehr betroffen gemacht.
Anmassung: Wir Menschen neigen dazu, die Natur, damit eingeschlossen auch den Wald, als unser Revier zu betrachten. Das ist anmassend, denn das Wild war lange vor uns hier. Mit dem Bau von Strassen und immer grösser werdenden Siedlungsräumen haben wir der Natur viele Flächen genommen, alles einmal Lebensräume von Tieren. Das Wild, das im Winter früher zur Nahrungssuche in die Niederungen zog, haben wir in die Berge gedrängt. Das heisst, wir haben das Problem des Wildverbisses in unseren Wäldern selber verursacht. Einige Volksvertreter sehen diese Zusammenhänge nicht. Der Landtag fordert konkrete Massnahmen. Sie se­hen die Lösung im Abschiessen der Tiere.
Verantwortung und Ethik: Wir tragen die Verantwortung, dass die nächsten Generationen den schönen Anblick eines Wildtieres in Zukunft auch noch geniessen können.
Offensichtlich ist niemand daran interessiert, nach anderen Lösungen zu suchen. Das Einfachste ist das Ausrotten der Tiere. Wo bleibt da der Tierschutz? Jedes noch so kleine Haustier ist durch die Gesetzgebung geschützt. Wildtiere hingegen scheinen keine Anwälte zu haben. Im Gegenteil.
Todesgatter: Angedacht sind in Schaan sogenannte Gatter, in die das Wild in der Notzeit im Winter bei Nacht mit Futter hinein gelockt wird. Sobald sich genügend Tiere in der Falle befinden, wird diese durch eine Falltür geschlossen. Am nächsten Morgen kommen die Todesschützen und erschiessen das verängstigte, aufgescheuchte, wehrlose Wild aus nächster Nähe.
Abgeordnete, die von der Regierung verlangen, solche Todesgatter zu bewilligen, gehören nicht in den Landtag. Abgeordnete, die so ein unwürdiges Vorhaben unterstützen, haben noch nie etwas von Ethik oder von Wildbret-Hygiene gehört.

Arthur Frick, Rennhofstrasse 9, Mauren
(Der zweite Teil dieser Lesermeinung erscheint in der Montagsausgabe.)

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