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Leserbrief

Irreführende Aussagen von Dr. Peter Goop

Markus Schädler,Bartlegroschstrasse 22, Vaduz | 6. Mai 2019

Dr. Peter Goop hat am Samstag «Rheindamm Vaduz» in seinem Leserbrief thematisiert. Das Komitee für einen offenen Rheindamm nimmt dazu gerne Stellung:
1. Goop meint, dass in Vaduz die letzten Naherholungszonen … nicht durch den motorisierten Verkehr in Beschlag genommen werden dürfen. In Beschlag genommen? Der Vaduzer Rheindamm soll BLEIBEN wie er war: offen für alle, solange es keine andere Entlastung zur Herrengasse gibt. Das sieht im Bereich Lettstras­se bis Lochgass auch der Verkehrsrichtplan vor, gegen welchen der Gemeinderat u. E. verstossen hat. Heute gibt es in der Naherholungszone von Vaduz schon vier separate Fuss- und Radwege, die für Autos gesperrt sind: Der Weg entlang Giessen, dann Haberfeld, Binnendamm und Wuhrweg – dazu kommt als fünfter der Schweizer Rheindamm! Herr Goop war schon gegen den Bau der Rheinstrasse zum Stadion. Dort wurde gegen seine Meinung 2002 gebaut: eine gute Lösung für Rad- und Autofahrer!
2. Goop meint, «dass nicht alle Wege und der Rheindamm … dem tagtäglichen Verkehr geopfert werden» sollen. Die seit 20 Jahren gültige Regelung sieht vor, dass der Rheindamm tagtäglich ab 18.00 Uhr für Autos gesperrt ist und auch an allen Wochenenden und Feiertagen. Er ist nur offen, wenn der Flaschenhals Herrengasse sonst schon voll ist. Vor vierzig Jahren gab es vier Strassen für den Autoverkehr: Herrengasse, Haberfeld, Binnendamm und Rheindamm. Heute, mit dem wohl 10-fachen Verkehr, sind es nur noch Herrengasse und Rheindamm. Letzterer sollte nun nach Auffassung von Goop auch noch gesperrt werden. Eine statt vier Strassen soll künftig den wohl 10-facheren Verkehr schlucken.
3. Goop behauptet, dass die Petitionäre die Volksmeinung für sich beanspruchen, aber noch keine Mehrheit ausmachen würden. Auch hier irrt Hr. Goop: Die vielen Hundert Petitionäre beanspruchen nicht die Volksmehrheit für sich, sondern bitten den neuen Gemeinderat, angehört zu werden und allenfalls das Volk abstimmen zu lassen. Gemäss abgetretenem BM Ewald Ospelt und den teils abgewählten Gemeinderäten sollte das Volk nicht befragt werden können, verweigerte sich bisher einer offenen Diskussion. Wir wollen das Gespräch! Wenn auch der neue Gemeinderat das Gespräch verweigern und den Wiedererwägungsantrag ablehnen würde, bleibt uns nichts anderes übrig, als dafür zu kämpfen, dass das Volk abstimmen darf. Wenn Hr. Goop das als Drohung auffasst, dann stellt sich die Frage, was für ein Demokrat er ist.
4. Schliesslich meint Goop: «Der Rheindamm muss im Interesse aller geschlossen bleiben …». Falsch, Herr Goop: Der Rheindamm muss offen BLEIBEN! Er ist gemäss Verkehrsrichtplan eine Sammelstrasse für alle. Und es gibt die erwähnten Radwege – einen sechsten braucht es nicht für 10 bis 50 Radfahrer pro Stunde. Der Rheindamm soll dafür sorgen, dass der Stau auf der Hauptstrasse nicht stets noch schlimmer wird und entnervte Autofahrer die Quartiere belasten! RHEINDAMM ENTLASTEN bedeutet QUARTIERE BELASTEN! ALLES KLAR?
Im Namen «Komitee für einen offenen Rheindamm»:


Markus Schädler,
Bartlegroschstrasse 22, Vaduz

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