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Leserbrief

1,8 Billionen Dollar

Josef Oehri,Oberweilerstrasse 23, Ruggell | 2. Mai 2019

Man muss sich diese Zahl einmal durch den Kopf gehen lassen. Sie beinhaltet alle Waffenverkäufe des vergangenen Jahres. Viele Exporte gingen in Länder, wo Krieg herrscht, Menschen tagtäglich getötet werden bei kriegerischen Auseindersetzungen. Wir, die westlichen Staaten, sind die Exporteure.Wir verdienen am Leid der anderen. Sollten wir uns, die westlichen Staaten, nicht schämen dafür, am Tod vieler Menschen unsere Geldtaschen zu füllen? Dazu ein paar Zahlen. Der Kriegstreiber USA gibt 3,2 % des BIP fürs Militär aus. Die Saudis 8,8 %. Die BRD 0,7 % usw.
Für Entwicklungshilfe gibt die USA 0,18 % aus, also 1/20 ihres Militärbugdets. Die Saudis stecken keinen einzigen Dollar in Entwicklungshilfe. Bei den Deutschen sind es wenigstens 0,7 %, wobei die Kosten für die vielen Flüchtlinge eingerechnet wurden, was die verhältnismässig gute Zahl stark relativiert. Ich wäre dafür, dass jedes Land verpflichtet wird, 1 Prozent des BIP dafür zu verwenden, um nachhaltige Hilfe für Länder, die es dringend brauchen, zu gewährleisten. Es sollten damit langfristige Projekte unterstützt werden, die den Menschen vor Ort auf Dauer helfen. Dies würde manchen Flüchtling davon abhalten, die beschwerliche und meist tödliche Reise anzutreten.
Wie sagt man, «die Hoffnung stirbt zuletzt» ... dass sich daran was ändert die nächste Zeit, glaub ich nicht. Leider, leider, denn die Gier nach Profit in diesem Buisness ist zu gross.

Josef Oehri,
Oberweilerstrasse 23, Ruggell

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