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Leserbrief

Liechtenstein ist ein Autoland

Elmar Bürzle, Heraweg 29, Balzers | 2. Mai 2019

«Dia machen, was sie wännd. Epes säga nötzt sowieso nüt.»
In unserem Autolande Liechtenstein bekommt der wahre Kern dieser Aussage Gewicht nach den Volksabstimmungen. Im engsten Kreise versuchen die Politiker, nach ihrer Strategie unsere Mobilitätsprobleme zu lösen. Sie beziehen sich gerne auf Abstimmungen, die eine Generation zurückliegen. Viele Landesbürger nehmen dies schweigsam hin. Beim Präsentieren von Verkehrsstatistiken kommen die FL-Fahrzeughalter nicht gerade gut weg. Mag ja sein, dass die Liechtensteiner am meisten registrierte Autos pro Einwohner besitzen. Die Stillstandzeiten ihrer Fahrzeuge sind aber vermutlich gross. Keine Partei bemüht sich, unserer Verkehrsproblemen verstärkt anzunehmen. Sie verzichten darauf, mit unabhängigen Verkehrs- und Strassensicherheitsexperten kontroverse Diskussionen zu führen. Und so wird die schweigende Mehrheit der Bevölkerung in ihre aktuellen Meinungsbildungsprozesse zu wenig eingebunden und informiert, wie beispielsweise über:
• Erfassen der täglichen Fahrzeugbewegungen über unsere Landesgrenzen mit Prozentanteil der FL-Kennzeichen.
• Aufwertung der Ruhe und Erholungsplätze in den Dorfquartieren mit dem Zusammenhang des Durchgangsverkehrs.
• Option Fahrbahnverbreiterung mit den angekündigten Hochwasserschutzdammsanierungen.
• Erfassen der täglichen Fahrzeugbewegungen über unsere niveaugleichen Bahnübergänge mit Prozentanteil der FL-Kennzeichen.
• Beim Rheindammstrassenverkehr erhält Sicherheit der Personen höchste Priorität (Vermeidung von tödlichen Unfällen laut Medienberichten). Bei den niveaugleichen FL-Bahnübergängen geben die bis anhin zuständigen Verkehrsingenieure trotz schon vermehrten Hinweisen keine diesbezüglichen Stellungnahmen ab.
• Einschränkung des öffentlichen Bus- und Autoverkehrsflusses durch geschlossene Bahnschranken. Auch die neue E-Automobilität ist in Zukunft weiterhin davon betroffen.
• Mit Fahrrad zur Arbeitsstelle, für die Fertigung von Autozubehörteilen für den Export mit dem Wissen, das dadurch die Luft nicht reiner wird und vor keinen Landesgrenzen halt macht.
• Bekanntgabe der Anzahl Arbeitnehmer, die Dank dem Pkw-Wirtschaftszweig ihren Lebensunterhalt in Liechtenstein verdienen und den dazugehörigen Dienstleistungen.
Mit vermehrtem Einbezug der Bevölkerung in die einzelnen Projektphasen sind die jeweiligen Bauvorhaben einfacher zu verwirklichen.

Elmar Bürzle, Heraweg 29, Balzers

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