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Leserbrief

Vaduz in Schildbürgien

Othmar Züger, Aeulegraben 32, Triesen | 24. April 2019

Was hat den noch amtierenden Gemeinderat von Vaduz wohl geritten, als er beschloss, den Rheindamm für den Autoverkehr zu sperren? Erst wurde der Rheindamm im Herbst 2018 wegen der Landesbaustelle für das zentrale, 5 Millionen Franken teure Velo-Bröggli vom Mühleholz nach Buchs-Räfis geschlossen, sodass deren Baustellenbetrieb in keiner Weise gestört sein könnte. Nicht nur der Autoverkehr, sogar Fahrradverkehr wurde mit mehrfachen Allgemein-Fahrverbotstafeln und teilweise sogar mit Absperrungen ganzzeitig inklusive am Wochenende unterbunden, für diesen wurde aber ein weiträumiges und verzweigtes, zum Teil sogar doppelt beschildertes Umfahrungskonzept angelegt.
Mit der nun beschlossenen dauerhaften Sperrung des Rheindamms für den Autoverkehr zugunsten der Fahrräder ist davon auszugehen, dass mit dem Aufheben dieser Entlastungsstrasse die Verkehrsprobleme im Zentrum von Vaduz zu Stosszeiten sich nachhaltig noch weiter verschärfen werden. Ausgelöst durch dieses zur angeblichen Verkehrsentlastung zu bauenden Velo-Bröggli wird nun wohl damit das genaue Gegenteil erreicht werden. Die Schildbürger hätten es wohl kaum besser hingebracht.
Die Proponenten, allen voran der VCL, geben ungeachtet von Einwänden an, dass mit dem neuen Velo-Bröggli dann eine grosse Zahl von Pendlern aus Buchs-Räfis für ihren täglichen Arbeitsweg vom Auto auf das Fahrrad bekehrt oder umsteigen werden und so die Verkehrssituation im Zentrum von Vaduz angeblich merklich entschärfen wird … Womit wohl auch die eingangs gestellte Frage beantwortet sein dürfte, wer wohl den Gemeinderat bei diesem Entscheid geritten haben muss.

Othmar Züger,
Aeulegraben 32, Triesen

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