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Leserbrief

Fahrverbot am Rheindamm?

Hansrudi Sele, Pradafant 1, Vaduz | 24. April 2019

Beim Entscheidungsprozess über die Schliessung des Rheindammes ist einiges unbefriedigend gelaufen. Dazu ein paar Fragen:
1. Warum werden zur Beratung der Nutzung des Rheindamms Verkehrsfachleute beigezogen sowie selbsternannte Experten befragt, die betroffene Bevölkerung aber weder informiert geschweige denn in eine Lösungsfindung miteinbezogen?
2. Warum musste man den doch brisanten GR-Entscheid über die Schliessung des Rheindamms einige Tage nach der GR-Sitzung beim Mostrennen in Malbun erfahren?
3. Warum die Geheimnistuerei seitens des Bürgermeisters auch noch, als das «Vaterland» die Information beim Mostrennen aufgeschnappt und kundgemacht hatte?
4. Warum hat dem Vernehmen nach ein Gemeinderat, nachdem er am 26. März für die Schliessung gestimmt hatte, nachher die Petition mitunterschrieben? Ist er (oder sie?) bei der GR-Sitzung zu sehr unter Druck gestanden?
5. Warum wird die Petition, welche innerhalb von 2,5 Tagen von 340 Personen unterschrieben wurde, vom «Volksblatt» (Ausgabe Ostersamstag) als «Einzelinteressen» abgetan? Jede Wahl oder Abstimmung ist auch nichts anderes als eine Sammlung von Einzelinteressen oder Einzelmeinungen.
6. Warum wird behauptet, die Verdrängung der 900 Autos in die Herrengasse führe dort zu keiner Verkehrsverdichtung? Der grössere Rückstau von der Herrengasse teils bis zurück zur Lochgasse kann je nach Tageszeit beobachtet werden, dazu braucht es keine eigene Verkehrserhebung. Beobachtbar ist auch die Teilumfahrung des Rückstaus durch das Pradafant und die St. Markusgasse.
7. Warum wird nicht dargetan, dass laut GR-Protokoll die Meinung der Verkehrsexperten nicht so apodiktisch für die komplette Schliessung des Rheindamms lautete, sofern bauliche Massnahmen getroffen würden?
8. Warum wurden keinerlei bauliche Massnahmen ins Auge gefasst, um den Bedürfnissen aller Betroffenen etwas gerecht zu werden? Befürchtete man wohl, dass bauliche Anpassungen in Vaduz eine Steuererhöhung zur Folge hätten?
9. Warum kann der Fahrradverkehr – wenn er denn so anschwillt wie gewünscht – nicht während 6 Tagen tagsüber vom Rheindamm auf den Binnendamm oder auf den Neufeldweg umgeleitet werden, auf Verbindungen, die bereits heute gerne befahren werden?

Hansrudi Sele,
Pradafant 1, Vaduz

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