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Leserbrief

Vielleicht nimmt der neue GR Petitionäre ernst – Gespräch?

Markus Schädler, Markus Bürgler, Rainer Kaiser, Karlheinz Ospelt, Carmen Tischler, Franz... | 20. April 2019

Noch-BM und Noch-GR von Vaduz wollen den Rheindamm für Autos sperren. Der Rheindamm erfüllt im Bereich Lochgasse bis Lettstrasse seit Jahrzehnten eine wichtige Umfahrungsmöglichkeit zu den Hauptverkehrszeiten. Auf der ganzen Welt wird versucht, die Gemeindezentren und -quartiere mit Umfahrungsstrassen zu entlasten. In Balzers gilt die Umfahrungsstrasse als eine der grössten Errungenschaften. In Schaan wurde vor einigen Jahren ein Teil der geplanten Umfahrungsstrasse vom Land in Richtung Hilti AG realisiert. Buchs hat vor einigen Jahren eine grosse Umfahrung direkt ab dem Kreisel Autobahn gebaut. In Vaduz geht man aktuell andere Wege.
Der Rheindamm als einzige Entlastung der Hauptstrasse und Quartiere soll jetzt für Autos auch noch gesperrt werden. Damit wird sich alles auf die Hauptstrasse und Quartiere verlagern. Statt nach Lösungen zu suchen, werden Probleme geschaffen. In Vaduz waren alle Referenden der letzten zehn Jahre gegen die Gemeinde erfolgreich und es gab so viele Referenden wie wohl nie zuvor. Offenbar hat die Gemeinde das Gespür für das Volk verloren.
Bevor der Gemeinderat die letzten Umfahrungsmöglichkeiten in Vaduz verhindert, sollten Alternativen mit der Bevölkerung entwickelt werden. Als Beispiel wurde 1999 der Verkehrsrichtplan gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet und dieser auch zur Abstimmung vorgelegt. Verkehrsrichtplankonform wurde dann 2002 die Rheinstrasse zum Stadion gebaut, womit der Rheindamm zwischen alter Rheinbrücke und Stadion für Fussgänger und Radfahrer freigeworden ist.
Heute geht die Gemeinde anders vor. Auf die Petition von rund 340 Personen wurde gar nicht eingegangen. Die Bevölkerung wird nicht mehr einbezogen, Entscheidungen werden erst drei Wochen später (nach der allerletzten Gemeinde-ratssitzung) veröffentlicht.
Als Argument für die Sperrung wird die neue Radbrücke über den Rhein aufgeführt. Darüber sollen gemäss VCL (= Veloclub?) künftig täglich viele Hundert Arbeitnehmer aus der Schweiz bei Wind und Regen mit dem Velo nach Vaduz kommen. Diese würden angeblich alle über den Rheindamm bis zum Stadion radeln und von dort Richtung Vaduz. Hand aufs Herz: Diejenigen Radfahrer, welche bis zum Stadion fahren, wären weitab von den Arbeitsplätzen. Jeder vernünftige Radfahrer wird von der neuen Brücke entlang dem Radweg beim Binnenkanal und dann auf dem Radweg Haberfeld fahren, wo er näher an seinem Arbeitsplatz ist und ungestört durch freie Natur fährt. Dieser Radweg wurde nicht nur für die Schüler gebaut!
Der Rheindamm wird vor allem in der Freizeit genutzt. Diejenigen Freizeitradfahrer, die unbedingt auf dem Rheindamm sein wollen und denen der Schweizer Rheindamm zu fremd wirkt, können heute schon an allen Wochenenden und Feiertagen und an jedem Abend ab 18 Uhr autofrei auf der heimischen Vaduzer Seite radeln. Vielleicht nimmt der neue Gemeinderat die 340 Petitionäre ernst und ist für ein Gespräch offen?

Markus Schädler, Markus Bürgler, Rainer Kaiser, Karlheinz Ospelt, Carmen Tischler, Franz Wachter und Ernie Walser

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