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Leserbrief

Meine Anmerkung zur Anmerkung der Chefredaktorin

Ruth Schöb,Auring 57, Vaduz | 25. Januar 2016

Ob die Äusserungen von Prof. Schlapp im «Volksblatt» vom 23.1. «Paul Vogts Leserbrief» so ganz den Richtlinien von wegen «nicht zu persönlich, es dürfen keine private Belange, Beleidigungen, Nachbarstreitigkeiten veröffentlicht werden» entspricht, frage ich mich? Wobei es mich nicht im Geringsten stört, ich muss sie ja nicht lesen. Aber viel wichtiger ist, dass mich Frau Quaderer in ihrer heutigen Anmerkung anspricht und meint, es gehe nicht um Zensur, sondern um Meinungsvielfalt! Wenn eine Handvoll Schreiber den Platz für sich beansprucht, dann ist die nicht gegeben. Dann betont sie, wie wichtig die Leserbriefe sind und eine hohe Priorität haben. Falls die Zeitung zu wenig Platz hätte, gäbe es einfache Lösungen! Wer ist wohl gemeint mit ihrer Feststellung, lieber fünf gute Briefe schreiben als fünfzig mittelmässige?
Sie kann mich weiter beruhigen, wenn sie versuchen würden, kritische Briefe gegen die FBP zu unterdrücken, würde dies auf die Zeitung zurückfallen.
Dummerweise habe ich erwähnt, welche Schäden und Hetzkampagnen gegen einen Berufsstand mit Rufschädigung bis zur Demontage der Ärztekammerpräsidentin durch die FBP bzw. deren in ihrem Auftrag handelnden Leserbriefschreiber im «Volksblatt» stattgefunden haben. Das stösst natürlich vielen Lesern bös auf, wobei ja jeder das Recht hat, solche Artikel zu überlesen. So ein bisschen Vogelstrausspolitik darf jeder betreiben. Nur bei Lügenpresse hört jeder Spass auf.
Schade, dass die Chefredaktion, Frau Quaderer, nicht als oberste Priorität Presse- und Leserbriefautonomie auf ihre Fahne geschrieben hat. Dieses höchste Gut gibt nicht nur Meinungsvielfalt, sondern es spiegelt die Befindlichkeit der Bevölkerung, was als wichtiger Barometer zu betrachten ist und dies überparteilich. Presse-, Leserbrieffreiheit ist ein Eckpfeiler einer echten Demokratie. Artikel 19 der Menschenrechte: «Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäusserung; dieses Recht schliesst die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.»Nun verschone ich die Leser mit meinen langweiligen und mittelmässigen Briefen.

Ruth Schöb,
Auring 57, Vaduz

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