Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Nicht verwirren lassen – Unsere grossen Möglich- keiten wahrnehmen

Paul Rosenich, Austrasse, Vaduz | 17. April 2019

Ich lese immer wieder erstaunliche Texte von leserbriefschreibenden Verschwörungstheoretikern, die anscheinend glauben, dass der Klimawandel ein «Schwindel» sei, der durch böse Mächte zum Nachteil der Menschheit vertreten wird.
Ich glaube hingehen nicht, dass beispielsweise der Bericht über den Gletscherschwund in Österreich (https://oekonews.at/?mdoc_id=1122511) ein Schwindel ist.
Und ich glaube auch, dass CO sich in der Atmosphäre als anders verhält als O2, da es offensichtlich anders aufgebaut ist. Die diesbezüglichen Angaben der Klimaforscher sind absolut nachvollziehbar.
Weiters glaube ich, dass es stimmt, dass heute mehr Menschen leben als früher und mehr Autos und mehr Energieverbrauch insgesamt stattfindet – das sind bei globaler Betrachtung offensichtliche Fakten.
Schliesslich halte ich es für sehr nachvollziehbar, dass es heute weniger Wälder und weniger freie Grünflächen gibt, als früher. Wälder und Grünflächen sind bekannterweise nennenswerte O2-Produzenten. Und sie wandeln CO2 in O2 um.
Bei dieser Sachlage muss man keine Daten manipulieren – wie hie und da unterstellt wird – oder sich gross den Kopf zerbrechen über die offensichtliche Tatsache des stattfindenden Klimawandels.
Durch rein logisches Nachdenken ist offensichtlich, dass eine durch Menschen verursachte Verschiebung von O2 hin zu CO2 stattfindet. Dass die eine Auswirkung haben muss, ist eindeutig, aufgrund der Unterschiede dieser Gase.
Durch ganz normale, unzweifelhafte Messungen ist auch nachgewiesen, dass die mittlere Jahrestemperatur praktisch überall auf der Welt steigt und wer ein wenig Gedächtnis hat, kann sich selbst ganz gut an «andere Zeiten» erinnern.
Ob da nun auch andere Ursachen für vermehrtes CO2 eine Rolle spielen oder nicht, ist meines Erachtens sekundär, denn die sind ja jeweils additiv zu den menschenverursachten klimarelevanten Tätigkeiten und verstärken die Verschiebung von O2 zu CO2, zum Beispiel Vulkanausbrüche, Waldbrände und dergleichen. Es ist auch sekundär, dass unsere Atemluft zum überwiegenden Teil aus Stickstoff besteht, denn der verhält sich beim Spiel zwischen O2 und CO2 neutral.
Es sind mir keine nennenswerten Ereignisse bekannt, die global nennenswert ein Mehr an O2 produzieren, ausser vielleicht bis zu einem gewissen Grad höher gedüngte Flüsse und Seen und Meere, was der Mensch allerdings richtigerweise versucht, – aus anderen guten Gründen – hintanzuhalten.
Lassen wir uns also nicht verwirren und bemühen wir uns, – jeder in seinem Bereich – dem Klimawandel entgegenzuwirken, wenn wir auch in Zukunft noch Gletscher sehen wollen und Ski fahren auf echtem Schnee im Winter.
Die Möglichkeiten sind gross: Fahrrad statt Auto, Zug statt Flug, Heizung ein paar Grad runterdrehen statt Sommerhitze zur Winterszeit, das eine oder andere Moor nicht trockenlegen, anstelle ganze Bäume beim Funken zu verbrennen, diese zu Kleinholz hacken und an Bedürftige zu Heizzwecken abgeben und so weiter.

Paul Rosenich, Austrasse, Vaduz

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung