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Leserbrief

Von nichts kommt nichts

Fritz Epple, Im Letten, Ruggell | 15. April 2019

Hannes Matt schreibt im Volksblatt vom 12. April auf Seite 3: «Österreich kannte die Lichtpflicht am Tag, hat sie 2008 aber nach kurzer Zeit wieder abgeschafft. Die Hauptbegründungen – Mehrkosten durch höheren Kraftstoffverbrauch sowie die Zunahme des Lampenverschleisses – erschienen doch etwas fadenscheinig.» Trotz mehrmaligem Lesen dieser Zeilen ist es mir nicht gelungen herauszufinden, wem die Hauptbegründungen fadenscheinig erschienen sind. Die österreichischen Verantwortlichen kommen nicht infrage, sonst hätten sie ja die Lichtpflicht am Tag nicht wieder abgeschafft. Hannes Matt? Eigentlich auch nicht, sonst hätte er wohl kaum in der Vergangenheitsform geschrieben. Dass die Lichtpflicht am Tag einen höheren Kraftstoffverbrauch verursacht, ist nicht fadenscheinig, sondern eine Konsequenz aus einem Naturgesetz, dem sogenannten Energieerhaltungssatz. Dieser gehört seit mehr als 150 Jahren zum ehernen Bestand der Physik und hat alle Stürme, welche über die klassische Physik hereingebrochen sind, unbeschadet überstanden.
Der Mehrverbrauch an Energie durch eine allfällige Lichtpflicht am Tag liegt nach meinen Abschätzungen unter 1 Prozent. Wie man diese Tatsache bei der politischen Entscheidung gewichtet, ist eine andere Frage.

Fritz Epple,
Im Letten, Ruggell

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