Volksblatt Werbung
Leserbrief

Zur Berichterstattung im «Volksblatt»

Thomas Rehak, Herbert Elkuch, Erich Hasler (DpL) | 13. April 2019

Tablets und Notebooks im Kindergarten und an der Primarschule?
Mit unserer Interpellation zum neuen Lehrplan (LiLe) und der in diesem Zusammenhang geplanten Ausstattung der Kindergärten, Primar- und weiterführenden Schulen mit digitalen Endgeräten (Tablets und Notebooks) wollen wir die Regierung um Auskunft über die Ziele und Auswirkungen dieser Massnahmen bitten. Ironischerweise unterstellt uns der «Volksblatt»-Journalist Holger Franke in seinem Artikel vom vergangenen Mittwoch eine «äusserst einseitige Betrachtungsweise». Selber setzte sich Herr Franke jedoch nicht mit dem Kern des Anliegens auseinander, sondern verhakte sich in der Begründung der Interpellation. Weil wir uns u. a. auf Aussagen des bekannten Hirnforschers Manfred Spitzer bezogen, stellte Herr Franke auch dessen Fachkompetenz teilweise infrage. Dabei hat Hirnforscher Spitzer auf Einladung des Vereins Kinderschutz.li vor Kurzem im völlig überfüllten SAL in Schaan einen Vortrag mit dem Titel «Digitale Medien: lernen, spielen oder Vernachlässigung?» gehalten und dabei viele interessierte und gleichzeitig besorgte Eltern als Zuhörer gehabt.
Ohne Angabe von Zitatstellen und Namen bezieht sich Franke in seinem Artikel auf Kritiker von Spitzer, die diesem angeblich eine zweifelhafte Auslegung einzelner Studien vorwerfen. Geflissentlich übergangen wird jedoch die Tatsache, dass Herr Spitzer beileibe nicht allein mit seiner Meinung ist, dass elektronische Geräte der Entwicklung des Hirns bei Kindern mehr schaden als nützen.
Nachdem Land und Gemeinden für die Ausstattung der Kindergärten und der übrigen Schulen mit Tablet-Computer und Notebooks insgesamt 13 Millionen Franken ausgeben wollen und die Sinnhaftigkeit dieser Massnahme keineswegs auf der Hand liegt, wollen wir, dass die Regierung den Landtag und die Bevölkerung über die Ziele und Auswirkungen dieser Massnahmen näher informiert und aufklärt.
Taggeldversicherung für Mutterschaft sozialer gestalten.
Mit der Berichterstattung durch den Journalisten Holger Franke vom vergangenen Mittwoch hat sich das «Volksblatt» einmal mehr als Parteiblatt denn als neutrale Tageszeitung geoutet. Bereits mit dem Titel («... versuchen es noch einmal mit DU-Vorstoss») sollte suggeriert werden, dass wir die Motion den Unabhängigen (DU) geklaut hätten. Dabei dürften glücklicherweise die meisten politisch Interessierten im Lande wissen, dass die Motion klar die Handschrift des Abgeordneten Herbert Elkuch trägt.
Das Ziel der von uns am letzten Dienstag eingereichten Motion ist eine Verteilung der Taggeldkosten bei Mutterschaft auf viele Betriebe. Dass ein solcher Vorstoss in der letzten Legislaturperiode abgewiesen wurde, dürfte damals – kurz vor den Landtagswahlen – eher mit der Missgunst der politischen Mitbewerber zu tun gehabt haben, als mit sachlichen Argumenten. Auf jeden Fall ist Holger Franke bei seiner Kommentierung nichts weiter eingefallen, als möglichst alle negativen Zitate aus jener Landtagsdebatte, ungeachtet ihres Gehalts, in seinem Artikel aufzulisten, um die Motion schlechtzureden. Dafür brauchte Herr Franke ja auch kein eigenes Hirnschmalz.
Wir sind auf jeden Fall überzeugt, dass vielen kleineren Betrieben, die Frauen beschäftigen, mit der Umsetzung der Motion geholfen werden könnte, und verfolgen dieses Ziel daher hartnäckig weiter. Das Risiko für Kleinbetreibe, dass die Prämien für die Taggeldversicherung wegen einer Mutterschaft kräftig steigen, wäre mit der Umsetzung der Motion auf jeden Fall ein für allemal beseitigt. Die Höhe der Mutterschaftstaggelder wird durch die Motion nicht tangiert.

Thomas Rehak, Herbert Elkuch, Erich Hasler (DpL)

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung