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Leserbrief

Rückschritt in der Quotenfrage?

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 11. April 2019

Einmal mehr versucht die Hoi Quote darauf hinzuweisen, dass die Gesellschaft in Liechtenstein unsolidarisch sei! Mit ihrer Kritik an den Aussagen von Mauro Pedrazzini wird suggeriert, dass sich Frauen in einer Opferrolle befänden und politisch diskriminiert würden. Frauen in Führungsrollen in der Politik und Wirtschaft sind schon lange keine Ausnahmen mehr. Tüchtige Frauen erreichen auch bei uns Toppositionen und setzen sich, ohne «Krücken» einer Quote, mit Fähigkeiten und Kompetenzen durch. Quoten in der Politik sind Frauen gegenüber unwürdig und widersprechen dem demokratischen Grundprinzip. In der Wirtschaft stellen Genderquoten eine Bevormundung von unternehmerischen Freiheiten dar. Immer mehr werden Bürger und Unternehmen – nicht nur in Europa – mittels staatlichen Eingriffen in ihren grundsätzlich geschützten Freiheiten beschränkt und damit auch ihr Selbstbestimmungsrecht eliminiert. Unter dem Vorwand von Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Umverteilung und Umweltschutz sowie fadenscheinigen Versprechen wird versucht, den Bürger vermehrt in die Unfreiheit zu führen und damit die demokratischen Grundprinzipien zu verletzen. Die Gender-Politik mit ihren Auswüchsen ist eine ideologisch überspannte, unwissenschaftliche Irrlehre und deren Forderung nach Quoten in der Politik muss entschieden abgelehnt werden. Kluge Politik überlässt es den Menschen, Entscheidungen selbst zu treffen. Staatlicher Interventionismus ist grundsätzlich zu hinterfragen. Die Bemühungen unserer politischen Parteien haben anlässlich der Gemeinderatswahlen dazu geführt, dass Frauen vermehrt auf den Wahllisten standen. Auch scheint es eine Tatsache zu sein, dass Frauen nominiert wurden, die über die notwendigen Kompetenzen verfügen, um gewählt zu werden. Eine erfreuliche Tatsache, die den Beweis erbringt, dass es nicht notwendig ist, mit einem unangemessenen gesetzgeberischen Zwang etwas übers Knie zu brechen, was sich mit der Zeit ohnehin immer mehr einstellen wird. Das Selbstbestimmungsrecht frei zu entscheiden, wen ich wähle und für fähig halte, ein politisches Mandat auszuüben ist die Grundlage einer Demokratie. Auch bei uns bestätigen Umfragen eine klare Haltung zu dieser Frage. Um an die Erfolge der Gemeinderatswahlen bei den Landtagswahlen in zwei Jahren anknüpfen zu können, sollte die Hoi Quote ihre Strategie überdenken. «Quoten sind grundsätzlich falsch, weil sie das unverzichtbare Leistungsprinzip verwerfen und gegen ein untaugliches Proporz umtauschen», so die treffende Aussage von Prof. Günther Buchholz, dem renommierten Gleichstellungsbeauftragten.

Ulrich Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg

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