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Leserbrief

Gefahren für uns erkennen

Hans Frommelt, Gapont, Triesen | 10. April 2019

In Zukunft sollen Computer an den Schreibtischen von Polizisten zukünftige verbrecherische Taten erkennen können. Selbst wenn ein Täter von seiner zukünftigen Tat noch nichts ahnt, kann er vorsorglich von der Polizei dank Computerberechnungen in Gewahrsam genommen werden. Taten werden folglich im Vorhinein verhindert. Die Software hat den Namen: «PRECOBS» beziehungsweise «Pre Crime Observation System». Diese Software soll bereits bei verschiedenen Polizeistationen in Deutschland und der Schweiz implementiert sein. Es spricht nichts gegen eine solche Erweiterung der Polizeiarbeit.
Ein anderes Kapitel ist die Erkennung von Gefahren auf Strassen, die die Gesundheit von Verkehrsteilnehmern gefährden. Die Zeitschrift «InfoRetica» ist eine Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn. Sie liegt auch in den Zügen der RhB für Reisende auf. In der letzten Ausgabe geht es um Zwischenfälle auf Bahnübergängen. So steht in der Zeitschrift: «Die spektakulären Unfälle auf den Barrierenanlagen in Uster am 16. Januar und in Davos am 22. Januar 2019 lösten in der Bevölkerung eine grosse Debatte aus. Jährlich werden auf dem Netz der RhB circa 10 bis 15 Schranken abgefahren. Allein im Zeitraum von 15. Januar bis 1. Februar 2019 fielen vier Stück zum Opfer.»
Wie schon mehrmals geschrieben, hat es mitten in Schaan sechs Bahnschranken und drei in Nendeln. Mit «FL–A–CH» wird der Bahnverkehr zunehmen, wie der VCL immer wieder schreibt. Somit potenziert sich auch das Gefahrenpotenzial an den Eisenbahnkreuzungen mit Strassen. Dass dann Strassen- und öffentlicher Busverkehr noch mehr wegen geschlossenen Bahnschranken blockiert werden, sei auch erwähnt.
Um das zu prognostizieren braucht es keinen Polizeicomputer mit der Software «PRECOBS», die Verbrechen verhindert.
Es ist die Aufgabe unserer Politiker, Gefahren auf unseren Strassen im Zusammenhang mit der ÖBB-Eisenbahnlinie durchs Land zu erkennen und Abhilfe zu schaffen.

Hans Frommelt, Gapont, Triesen

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