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Leserbrief

Kollektive Klima- Betrunkenheit

Tarik Hoch,Grüschaweg 11, Triesenberg | 3. April 2019

Bei Anne Will verkündete Professor Harald Lesch am Sonntag seine ganz spezielle wie individuelle Klimatherapie: Jeder solle sich eine Stunde am Tag nicht bewegen. Stillstehen. Freeze. Spätestens nach dieser Aussage sollten die Alarmglocken läuten! Als unbeteiligtem Betrachter und wissenschaftlichem Laien bleibt einem kaum eine andere Wahl, als die Warnungen vor der drohenden Erwärmung durch menschlich erzeugtes CO2 zu glauben. Der normale Medienkonsument mag sich denken: «Wenn der Klimawandel in aller Munde ist, Politiker täglich davor warnen und sogar umfangreiche Massnahmen ergreifen, um ihn zu verhindern, dann muss an ihm etwas dran sein.» Die Frage, ob wissenschaftliche Belege für einen Zusammenhang zwischen CO2 und Erderwärmung zur Genüge erbracht wurden, wird kaum noch gestellt, denn in der medialen Darstellung wirkt es so, als sei sie längst beantwortet worden. Wer hinterfragt, wird der «Leugnung» bezichtigt. Doch wer einen Blick hinter den Deckmantel des vermeintlichen Klimaschutzes wagt, wird schnell erkennen, dass es um mehr geht. Selbst die ehemalige Nummer eins bei der UN für Fragen der nachhaltigen Entwicklung hat bereits «durch die Blume» zugegeben, dass die Klimapolitik der UN darauf abzielt, das kapitalistische Wirtschaftsmodell abzuschaffen. Die Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, Christina Figures, sagte öffentlich: «Möglicherweise ist das die schwierigste Aufgabe, die wir uns je auferlegt haben – es geht darum, vorsätzlich das Modell der wirtschaftlichen Entwicklung zu verändern und zwar das erste Mal in der Geschichte der Menschheit.» Und wie soll dann das neue System aussehen? Indem die links-grüne Ökopolitik uralte marxistische Programmleichen der Planwirtschaft aus der Gruft holt, sind sie im Begriff, den Wohlstand abzuschaffen. Durch Abheben in irrationale Gefilde die Mobilität erschweren und den Wirtschaftsstandort durch Eingriffe in die liberale Marktordnung schwächen. Der Staat wird seinen Aufgaben im Sinne eines sozialistischen Umverteilungs-Dienstleisters gerecht und nimmt den angeblichen Klimasündern weg und gibt es den neuen Profiteuren in Form von Zuschüssen und Subventionen. Die Politik versteht sich als lenkender «Weltretter». Steuern werden in Form von CO2-Abgaben erhoben und höhere Energiepreise als sogenannte Lenkungsabgaben festgelegt. Das ganze Geschäftsmodell wird noch mit einer pfiffigen Idee eines Zertifikathandels abgerundet. Nicht zu Unrecht sagte Dr. Quadbeck-Seeger: «Wo Interessen im Spiel sind, hat die Wahrheit schlechte Karten.»

Tarik Hoch,
Grüschaweg 11, Triesenberg

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