Leserbrief

«Zukunft-Aus- Sichten», Teil 2

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell | 1. April 2019

Und alles bestens, gut geschlafen, keine Alpträume und keinen Gehirnschlag gehabt? Dann auf in die nächste Runde «Gedanken-Roulette» in unserem «Gehirn-Casino». Der Einsatz ist wieder hoch, deshalb auf eigenes Risiko. Machen wir weiter mit unseren Wetten.
Wetten könnte man auch darauf, dass es am Vaduzer Gymnasium keine Schüler geben wird, die Interesse daran finden, das Experiment von fünf dänischen Schülerinnen zu wiederholen, die erlebt haben, wie Handy- und WLAN-Strahlen ihre Gartenkresse zum Verwelken gebracht haben. Zwar wurden diese Schülerinnen nicht wie ihre Kollegin Greta Thunberg für den Nobelpreis vorgeschlagen, aber immerhin gab es für sie einen Preis in einem regionalen Wissenschaftswettbewerb.
Schade, dann wird es keinen weiteren Grund geben, damit die Bildungsministerin «stolz» auf ihre Schüler sein kann, weil es auch keine Initiative gibt, jeden Freitag auf alle Smartphone- und Soziale Medien-Aktivitäten zu verzichten und stattdessen gegen den Aufbau von weiteren Mobilfunk-Antennen zu demonstrieren.
Und eine allerletzte Wette noch: Mit welcher Grösse von Shitstorm müsste ich rechnen, wenn ich die Meinung vertreten würde, dass bei allem was die Menschen im Moment so tun, über 80 Prozent keine Ahnung vom «richtigen Mass», was auch immer das sein soll, haben und sie damit per se «psychiatrisiere».
Und wenn ich zusätzlich die Meinung hätte, weil sie dieses «richtige Mass» nicht finden können, es nur die Konsequenz des «totalen Entzugs» für sie gibt, – was bei nicht wenigen zum Beispiel in Bezug auf «Gamen», «Instagram», «Alkohol», «Casino-Besuche» oder «Germany’s Next Top-Model» ihrem eigenen «Todesurteil» gleich käme.
Apropos «Shitstorm» und mit dem Finger auf mich zeigen. Ich erfülle mit meinen «Gedanken-Spielen» nur die mir «unfreiwillig» von Jo Schädler übergestülpte Funktion «den noch so kleinen Winkel unseres kläglichen Daseins zu erhellen und auszuleuchten» im «knirrschenden» Räderwerk dieser Gesellschaft. Es ist für mich weder ein «Geschäftsmodell» noch ein «göttlicher Auftrag»!
P.S.: Was ist neurobiologisch in einem Hirn passiert, das den Spitzer-Vortrag mehr als zwei Wochen mit «ausverkauft» bewirbt, obwohl dieser doch «kostenlos» war. Vielleicht ein Hinweis, weil der Eintritt «umsonst» war, auf die Nachwirkungen des Gehörten?! Und die Krönung, niemand «stört» sich daran, wie «grosszügig» man inzwischen mit Sprache umgeht. Vielleicht sollte doch bald eine KI so etwas übernehmen, wie einige Kinder beim Jubel-Forum orakelt haben!

Stefan Kemnitzer, Am Berg 3, Ruggell

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