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Leserbrief

«Zukunfts-Aus- Sichten»

Stefan Kemnitzer,Am Berg 3, Ruggell | 30. März 2019

Ist es irgend jemanden aufgefallen? Keine Reaktion auf den Auftritt von Prof. Spitzer! Ich habe extra die ganze Woche die Leserbrief-Spalte der beiden Zeitungen «überwacht». Nichts! Stimmt, nicht ganz!
Ein «weich-gespülter» Beitrag von Radio L in perfekt journalitischer Ausgewogenheit mit dem von mir so verstandenen Fazit: «Jeder hat die Suppe, die er sich mit oder ohne professionelles Kochrezept und trotz Hinweisen von 3-Sterne-KöchInnen einbrockt, selbst auszulöffeln»! Meine Lieblings-Weisheit in diesem Kontext ist dabei noch: «Wer Prioritäten setzt, muss auch die Posterioritäten in Kauf nehmen!» Nur verstehen die wenigsten die Pointe darin.
Für mich als «Fachexperten» für psycho-pathologisches Verhalten natürlich ein «gefundenes Fressen», etwas tiefer zu graben. Wie kann es sein, dass es keinen «offensichtlichen» Widerstand gibt, zumindest in einer diplomatischen Form a la Marc Risch: «Solchen von Studien untermauerten Schnellschlüssen begegnet man häufig.» oder «Es gibt Studien, die zu ganz anderen Ergebnissen führen.» Kein «Aufschrei», wenn Prof. Spitzer von sinkenden IQ-Werten spricht – und das in einer Welt des Hypes der «Selbstoptimierung». Schliesslich ist Prof. Spitzer mit solchen Aussagen der «Klima-Forscher» unter den Neurobiologen und Psychiatern, weil er die Apokalypse zwar nicht im Klima-, aber im Wandel zur Demenz-Gesellschaft sieht!
Was aber sofort die Frage aufwirft: «Wie ist die Schizophrenie zu erklären, dass beim Thema «Klima-Wandel» die Gemüter offensichtlich heis­ser laufen als beim Thema «Selbst-Zerstörung durch digitale Medien», obwohl das Ergebnis mit grosser Wahrscheinlichkeit das «Selbe» sein wird. Schade, dass es in Liechtenstein zwar Casinos, aber keine Wettbüros gibt, scheinbar ist auch da Schizophrenie am Werk, denn ich wette, es würden sich auch dafür Menschen finden, die darauf wetten, was es eher schaffen wird, die Menschheit auszurotten, der «Wandel» im Klima oder die «Verblödung» und «Demenz» durch digitale Medien, wenn die Gewinnaussichten hoch genug sind. Oder wird es am Ende sogar die «Spielsucht» sein, die uns den Garaus macht. Wow, ist das alles spannend?! Solche «Gedanken-Spiele» könnten Unmengen von Neurotransmittern im Hirn ausschütten, da hätte «Demenz» null Chance.
Aber das Gegenteil ist der Fall. Wie meint die Fachpsychologin Nadine Hilti: «Menschen mögen gerne heile Welten».
Also Schluss für heute, um die Gefahr einer «Überspannung» in Ihrem Gehirn möglichst gering zu ­halten.

Stefan Kemnitzer,
Am Berg 3, Ruggell

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