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Leserbrief

«Rettet den Kindergarten Kirche» – Für ein belebtes Triesner Oberdorf mit einem Kindergarten

Martina und Philipp Ackermann, Grosser Bonger 21b; Ramoa Federer, Bächliweg 1; Jeanette... | 27. März 2019

Offener Brief an die Gemeindevertreter, den Gemeindeschulrat und die Einwohnerinnen und Einwohner von Triesen:
Triesen als ein relativ stark zersiedeltes Dorf verfügt über mehrere Quartiere, in denen sich das Dorfleben abspielt. Dabei spielt das Triesner Oberdorf eine sehr wichtige und auch historische Rolle, da sich dort die ganze Dorfgeschichte abspielte. Von demselben Wert ist auch der Kindergarten Kirche, in den Generationen von Kindern in den Kindergarten gehen durften, sei es bei Schwester Anna oder bei Coni. Es handelt sich um den ältesten Kindergarten in der Gemeinde. Nun steht genau dieser Kindergarten möglicherweise vor der Schlies­sung.
Die Gemeinde Triesen hat für 3 Millionen Franken einen Doppelkindergarten im Quartier Maschlina/St. Wolfgang gebaut, was aufgrund der aktuellen Kinderzahlen gleichzeitig die Schliessung eines anderen Kindergartenstandortes erfordert.
Die Unterzeichnenden dieses Briefes sprechen sich mit folgenden Argumenten für den Erhalt des Kindergarten Kirche aus.
• Dezentrale Kindergärten sind für unsere Gemeinde sehr wichtig. Nur so können wir auch weiterhin möglichst vielen Kindern in Triesen einen Kindergartenweg (oder wenigstens einen Teilweg) zu Fuss ermöglichen. Mit einer Schliessung des Kindergarten Kirche wäre diese Möglichkeit für eine Vielzahl von Kindern nicht mehr gegeben und die Kinder würden mit Bussen in ein Aussenquartier befördert. Etliche Studien zeigen jedoch die Wich-tigkeit eines Schulweges, sei es für die körperliche, soziale sowie die geistige Entwicklung der Kinder. Der Schulweg ist ein wichtiges Stück Lebensweg. Auf dem Schulweg werden Erfahrungen gesammelt, Freundschaften geschlossen und die Kinder lernen Konflikte untereinander selbstständig auszutragen. All diese wichtigen Erfahrungen wollen wir unseren Kindern auch weiterhin ermöglichen.
• Die Gemeinde unterstützt jährlich die Aktion des Verkehrs-Clubs Liechtenstein «Zu Fuss zum Kindergarten». Es erscheint uns unglaubwürdig, wenn die Gemeinde solche Kampagnen unterstützt und die Kinder animiert, zu Fuss in den Kindergarten zu gehen, auf der anderen Seite aber Quartierkindergärten schliesst.
• Kinderzahlen in den Quartieren sind erfahrungsgemäss Schwankungen unterworfen. Dies zeigte sich in Triesen in der Vergangenheit schon in verschiedenen Quartieren (Sand, Parganta). Es ist zu erwarten, dass dasselbe in einigen Jahren im Quartier Maschlina/St. Wolfgang eintreffen wird. Einen Doppelkindergarten am Ende des Dorfes mit Kindern zu füllen, die keinen Bezug zu diesem Quartier haben und mit dem Bus in den Kindergarten gefahren werden, finden wir falsch.
Wir appellieren an die Gemeinderäte und den Gemeindeschulrat, den Kindergarten Kirche nicht zu schlies­sen und den Kindergarten Maschlina/St. Wolfgang vorerst nur mit einer Gruppe zu führen. Falls die Kinderzahlen in Triesen, wie erwartet, in den nächsten Jahren steigen, steht einer Eröffnung der zusätzlichen zweiten Kindergartengruppe im Gebiet Maschlina/St. Wolfgang zu gegebener Zeit nichts mehr im Wege.
Wir bitten die Einwohnerinnen und Einwohner von Triesen, Unterschriften zu sammeln, damit ein Kulturgut von Triesen nicht verschwindet und wir unseren Kindern heute und auch in Zukunft die Möglichkeit geben können, im historischen Triesner Oberdorf in den Kindergarten zu gehen und diesen Dorfteil zu beleben. Das Triesner Oberdorf, sein Kindergarten und vor allem die Kinder liegen uns am Herzen.
Unterschriftenbögen können auf der Homepage: www.rettet-den-kindergartenkirche.jimdofree.com heruntergeladen werden.

Martina und Philipp Ackermann, Grosser Bonger 21b; Ramoa Federer, Bächliweg 1; Jeanette und Sascha Frick, Bächliweg 35; Marion Kindle-Kühnis, Meierhofstrasse 126g; Claudia Näscher, Bergstrasse 51; Lena Lüchinger, Am Bach 15; Gaby Rechsteiner, Saxweg 21b; Nadine Schurte, Lawenastrassse 50; Marianne Sele, Fingastrasse 1a

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