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Leserbrief

Liechtensteins Marketing – 300 Jahre zurück

Jessica Biedermann, im Klenn 30, SchellenbergKamil Biedermann, Schellenbergstrasse... | 22. März 2019

Es ist geschafft, nach Hängebrückendesaster und Wanderwegdrama bekommt Liechtenstein zum Dreihundertjährigen nun ein Lied geschenkt. Immerhin.
Doch schon in der dritten Strophe singt die Autorin des Liedes mit bestimmter Stimme «Frick, Beck, Gassner, Sprenger, Seger – Büchel, Marxer, Kieber, Feger – Hasler, Biederma – haast ma im Liachtaschta».
Das Lied sagt uns demnach auch: Polverino, Yildiz, Nguyen und Ma-rinkovic heisst man in Liechtenstein nicht. Liechtenstein Marketing scheint mit der Message des Songs in Ordnung zu gehen. «Do khör i hi» hat die Vorauswahl durch deren Jury bestanden und gewann letzte Woche das grosse Voting zum 300-Jahr-Jubiläumssong.
Mit dieser Strophe verneint das Lied die jahrzehntelange und erfolgreiche Einwanderungs- und Integrationsgeschichte Liechtensteins und ist eine Ohrfeige an alle irgendwann einmal Migrierten, ihre Kinder und deren zukünftige Kinder. Es ist ein trauriges Leitbild, dass hier Liechtenstein Marketing für die nächsten 300 Jahre zeichnet.

Jessica Biedermann, im Klenn 30, Schellenberg
Kamil Biedermann, Schellenbergstrasse 56, Ruggell

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