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Leserbrief

Wer sagt hier die Wahrheit?

Benita Batliner, Theresia Biedermann, Nina Schwarzkopf, Matthias Batliner, Claudia... | 21. März 2019

Der Eschner Vorsteher Günther Kranz bat im «Volksblatt» vom 20. März (Mittwochsausgabe) die Initiativgruppe zum Schutz des historischen Eschner Höhen-Wander!-Wegs, bei der Tugend der Wahrheit zu bleiben. Dieser Bitte wollen wir gerne Folge leisten.
Zitat Vorsteher Günther Kranz: «Die Abschlussarbeiten sollten vor ungerechtfertigter Kritik zumindest abgewartet werden.»
Welchen Sinn macht es abzuwarten, bis die Zerstörung komplett ist, bevor man versucht, sie zu stoppen?
Die Gemeindevorstehung publizierte, es handle sich um Unterhaltsarbeiten, was nach unserem Verständnis Ausbesserungen und eine leichte Kiesaufbringung an bestimmten Stellen wären. Tatsächlich wurde fast die gesamte Wegstrecke auf Eschner Gebiet mit einer mindestens 5 bis 10 Zentimeter dicken und spitzigen Schotterschicht aufgeschüttet und verbreitert. Zudem wurden sämtliche auch noch funktionierenden Treppenanlagen und Geländer entfernt. Normalerweise werden neue Treppenanlagen erstellt, und erst danach erfolgt die entsprechende Schotterung. Zudem hat am 22. Februar 2019 der Leiter des Werkhofs Eschen, Herr Andreas Berlinger, in einem E-Mail an eine unserer Initiantinnen explizit erwähnt, dass es keine weiteren Treppen mehr geben wird. Zitat: «Wie ich schon in den letzten E-mails erwähnt habe, besteht kein Bedarf mehr an den Treppen. Da wir das Gelände an verschiedensten Stellen abgeflacht haben. Aus meiner Sicht ist es nicht notwendig. mit Ihnen eine Besichtigung vor Ort zu machen, da ich alle Stellen genau kenne und wir keine Treppen mehr einsetzen, wie schon erwähnt. Ich bitte Sie, diese neue Situation zu akzeptieren. Wir werden unsere Meinung nicht mehr ändern. Danke für Ihr Verständnis.»
Wir fragen uns ernsthaft: Was ist nun wahr und was ist hier falsch?
Ziel der Unterhaltsarbeiten war angeblich, mehr Sicherheit für Familien und ältere Menschen zu erreichen. Man zeige uns das Kind und den älteren Menschen, der eine mit grobem Schotter aufgeschüttete ca. 45 Grad steile Passage ohne Stufen und Haltemöglichkeit ohne Probleme überwinden kann. Ausserdem besteht nun erhöhte Gefahr, dass v. a. Kleinkinder und Hunde von Bikern angefahren werden können, weil die verbreiterten und von Stiegen «befreiten» Wege zu schnellerem Fahren einladen. An manchen Wegstellen fällt das Gelände am Rand so steil ab, dass sowohl für ausweichende Biker wie auch für rutschende Spaziergänger Absturzgefahr besteht. Im Winter werden diese Stellen nicht mehr begehbar und – da sie im Schattenbereich liegen – extrem eisig sein. Gerade dieser Winter hat es gezeigt. Wer übernimmt bei Unfällen hier die Haftung? Die Gemeinde?
Bisher wurden keine Treppen renoviert, sondern die meisten entfernt. Beim Lutzengüetle wurden zwei Betonplatten gegossen, laut Aussage eines Arbeiters soll hier eine Metalltreppe montiert werden. Wozu? Es gab bereits eine Treppe aus Holz. (siehe «Volksblatt» vom 20. März, Seite 5).
Ob geplant ist, dass an den gefährlichen Stellen noch Haltevorrichtungen angebracht werden, ist uns nicht bekannt. Zu Beginn der Umbauarbeiten haben wir mehrfach Bedenken und Fragen in mündlicher und schriftlicher Form an die Gemeinde Eschen gestellt, ohne dass wir hierauf Antworten bekamen. Wir fordern nun die Gemeinde auf, ihr Projekt öffentlich vorzustellen, abgebaute Naturtreppen an exponierten Stellen wieder anzubringen wie aber auch Drehkreuze aufzustellen, sodass wieder dem ­ursprünglichen Zweck des historischen Höhenwegs entsprochen wird.
Abgesehen von der Sicherheit ist uns auch die Erhaltung des Naturraums Wald ein wichtiges Anliegen. Beton, Metall und dicke Schotterschichten haben im Wald nichts verloren und mit der Erhaltung der Natur und eines naturnahen Weges auch nichts. Wir haben nur einen Eschnerberg und sein Gebiet ist so begrenzt, dass es nur Raum für diesen einen Wanderweg bietet. Wir werden uns für ihn einsetzen und nicht aufgeben, denn er liegt uns sehr am Herzen.

Benita Batliner, Theresia Biedermann, Nina Schwarzkopf, Matthias Batliner, Claudia Brenner, Emmi Näscher, Edith Nägele und Linda Wohlwend, Eschen

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