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Leserbrief

Bürgermeisterwahlen in Vaduz: Lieber Philip

Frank Konrad, VU-Bürgermeisterkandidat | 9. März 2019

Zum Leserbrief von Philip Thöny im «Volksblatt» vom Freitag, den 8. März:
Vorab besten Dank für deinen Leserbrief, welchen ich mit Interesse gelesen habe und grösstenteils nachvollziehen kann.
Es ist richtig, dass ich seit über 20 Jahren Unternehmer bin und meinen Betrieb während dieser Zeit durch Höhen und Tiefen geführt habe. Dies hat einiges an Sozial- und Führungskompetenz, aber auch an Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und Kunden abverlangt. Ich hoffe nicht, dass du etwas gegen Unternehmer hast? Dein Parteikollege bzw. mein Mitbewerber Manfred Bischof hat ja auch mehrmals wiederholt, dass er stellvertretender Abteilungsleiter, also Beamter beim Land ist.
Auch ist es richtig, dass ich waschechter Vaduzer bin und meine Wurzeln in meiner geschätzten Heimatgemeinde habe. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen, hier habe ich in der Jugend Fussball gespielt, war über 15 Jahre Mitglied bei der Stützpunktfeuerwehr und nicht zuletzt habe ich auch meinen eigenen Betrieb in Vaduz angesiedelt. Manfred Bischof hat seinerseits auch erwähnt, dass er seit 2006 in Vaduz wohnt und vorher schon in Schaan für den Gemeinderat kandidierte. Er hätte somit die Möglichkeit gehabt, sich in Vaduz «einbürgern» zu lassen und somit eine gewisse Identifikation gegenüber seiner «Wahlgemeinde» zu zeigen. Warum er das nicht getan hat?
Ich erinnere mich noch gut daran, als die FBP unter Ewald Ospelt vor ein paar Jahren im Wahlkampf Exponenten der VU aufgrund ihres nicht einheimischen Namens in verschiedene Klassen von Bürgern eingeteilt hat. Ich würde mir so etwas nie anmassen. Den von dir angetönten Sinneswandel gegenüber Ausländern und nicht Ur-Vaduzern innerhalb der Bürgerpartei würde ich sehr begrüssen, wenn er ernst gemeint sein sollte. Die VU Vaduz und ich persönlich setzen und setzten sich seit jeher für alle Einwohnerinnen und Einwohner von Vaduz ein. Wir haben mehrfach betont, dass wir gemeinsam Vaduz endlich wieder vorwärts bringen möchten und dazu ist jeder herzlich eingeladen. Nochmals 10 Jahre Stillstand – wie es Reinhard Walser in seinem Leserbrief auf den Punkt gebracht hat – darf keine Option sein: «Die Gemeinde soll gestalten und nicht verwalten.» Für mich heisst das unternehmerisch handeln und nicht durch jahrelange Untätigkeit Gelder in der Gemeindekasse zu horten.
Inhaltlich gibt es denn auch klare Abgrenzungen zwischen Manfred Bischof sowie Ewald Ospelt und mir, so hätte ich den Engel gekauft und bei einem allfälligen Kauf der Mühle die Situation aufgrund der immensen Investitionskosten in Millionenhöhe besser geprüft. Vor allem hätte ich dem Gemeinderat und der Bevölkerung reinen Wein eingeschenkt.
Auch beim Gedanken, die Marktplatzgarage abzureissen und aus der Aeulestrasse eine Begegnungszone mit Tempo 20 oder 30 zu machen, scheiden sich unsere Geister und Einstellungen massiv. Man muss sich dabei vorstellen, wie z. B. während der mehrjährigen Bauzeit der Vaduzer Saal ohne Parkplätze betrieben werden soll und wie Touristen, Radfahrer, Schüler und Fussgänger sich auf der Hauptverkehrsader in Vaduz tummeln und verweilen, derweil die Autokolonnen sich in alle Himmelsrichtungen stauen und der Verkehr zu den Stosszeiten völlig erliegt. Nicht mit mir als Bürgermeister.
Ich zolle allen meinen Mitbewerbern, welche sich dieser anspruchsvollen Aufgabe stellen, grossen Respekt: Möge der oder die Geeignetste gewählt werden.

Frank Konrad,
VU-Bürgermeisterkandidat

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