Leserbrief

Dank FL: Nach der Podiumsdiskussion schöpfen wir wieder etwas Hoffnung

Bargetze Sonja, Büdamistrasse 2, TriesenbergMarion und Matthäus Gassner,... | 8. März 2019

Auf das schriftliche Ansuchen vom 3. Mai 2018 betreffend die Einführung einer Tempo-30-Zone hat die Gemeindevorstehung mit Brief vom 15. November 2018 allen 58 Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern mitgeteilt, dass sich der Triesenberger Gemeinderat in seiner Sitzung vom 23. Oktober 2018 mehrheitlich gegen die Einführung einer Tempo-30-Zone im Bereich der Spennistras­se, Büdamistrasse und Lavadina-strasse ausgesprochen hat. Er begründet seine Ablehnung damit, dass aufgrund der Ergebnisse der über 15 Tage verdeckt durchgeführten Geschwindigkeitsmessung kein Handlungsbedarf bestehe. Die ausgewertete Geschwindigkeitsmessung habe einen V85 von 35 km/h ergeben. Konkret bedeute dies, dass 85 Prozent der gemessenen Fahrzeuge nicht schneller als 35 km/h gefahren seien. Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) seien bei diesen Werten keine baulichen Massnahmen erforderlich. Das bedeute aber nicht, dass keine Tempo-30-Zone eingerichtet werden könne. Soweit die Ausführungen der Gemeinde zum ablehnenden Bescheid.
Wir finden, dass die Messresultate vom Gemeinderat oberflächlich und einseitig ausgelegt wurden. Die vorgenannte Begründung zur Ablehnung erscheint uns sehr fadenscheinig und zeugt nicht gerade von Verantwortungsgefühl. Die Messungen haben gezeigt, dass innert zweier Wochen auf der Spennistrasse 4542 Fahrzeuge verkehrten. Davon waren 15 Prozent oder rund 680 Fahrzeuge bei der Messstelle über 35 km/h schnell! Lastwagen, Busse, selbst Sattelzüge wurden mit über 55 km/h gemessen!
Für ein Plus an Lebensqualität und Sicherheit für uns Anwohner, vor allem aber die praktisch schutzlosen Schulkinder und Kindergärtner fordern wir nach wie vor die Einführung der Tempo-30-Zone. Daher hatten wir eigentlich abgemacht, die Sache ruhen zu lassen und dann mit einem Wiedererwägungsansuchen an den neuen Gemeinderat zu gelangen.
Bei der Podiumsdiskussion am vergangenen Freitag haben sich die Gemeinderatskandidatin und der Gemeinderatskandidat der Freien Liste positiv zur Tempo-30-Zone geäus­sert. Es hat uns sehr gefreut, dass Corina Vogt-Beck und Sebastian Meier unser Anliegen erst nehmen und wir schöpfen wieder etwas Hoffnung.
Dagegen fühlen wir uns von den Vertretern der VU und FBP abermals überhaupt nicht ernst genommen. Die teilweise falschen und sehr dümmlichen Bemerkungen wie etwa «es fahren ja nur 15 Prozent zu schnell» (das sind circa 50 Autos pro Tag!) haben uns sehr getroffen und bewogen, nicht bis nach den Wahlen zu warten.
Zur Wehr setzen können wir uns nur, indem wir die bisherigen Gemeinderäte auf den Wahllisten streichen – oder besser noch – die FL-Liste unverändert ins Wahlcouvert einlegen. Wenn uns alle dabei unterstützen, die sich vom bisherigen Gemeinderat ebenfalls schlecht bis gar nicht vertreten fühlen, lässt sich etwas bewirken.

Bargetze Sonja, Büdamistrasse 2, Triesenberg
Marion und Matthäus Gassner, Spennistrasse 38, Triesenberg
Schädler Ludwig, Spennistrasse 43, Triesenberg

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