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Leserbrief

Hansjörg Büchel und das Wohl der Bevölkerung

David Vogt,Heliport Balzers AG | 7. März 2019

Anstatt sich zum Wohl der Bevölkerung einzusetzen und die Ansiedlung der AP3-Luftrettungsorganisation auf der Helikopterbasis Balzers zu unterstützen, hat Hansjörg Büchel andere Prioritäten: Für mich ist der Knackpunkt Wochenend- und Nachtflüge – für mich diskussionslos – die möchte ich persönlich nicht! (Abrufbar unter www.radio.li, Sonntagsgespräch vom 8. Februar, Gemeindewahlen 2019)
Seit der Betriebsaufnahme des Rettungshelikopters ab Standort Balzers am 19. Dezember 2018 ist in Liechtenstein als Ergänzung rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, ein ausgebildeter Unfall-Notarzt/-Notärztin verfügbar. Hansjörg Büchels Aussage im Radio L vom 10. Februar 2019 muss somit bezüglich Verfügbarkeit von ausgebildeten Unfall- und Notärzten und verbesserter medizinischer Versorgung der liechtensteinischen Bevölkerung an Wochenenden und nachts so interpretiert werden: «Für mich diskussionslos – die möchte ich persönlich nicht!»
Bis zum 6. März 2019 flog der in Balzers stationierte Rettungshelikopter der AP3 insgesamt 136 Rettungseinsätze, davon 12 Einsätze an Sonntagen und 15 nachts. Rechnet man die erbrachten Notfalleinsätze an Sonntagen auf das Jahr hoch, so kommt man derzeit auf etwa 70 Flüge und etwa 90 nachts. In der gleichen Zeit überfliegen circa 4000 (viertausend!) Privatflugzeuge von und nach dem hauptsächlichen Freizeit-Flugplatz Bad Ragaz die Rheinbrücke zwischen Balzers und Trübbach und davon mindestens die Hälfte an Feiertagen und Wochenenden. Das sind auf das Jahr gerechnet über Balzers 55 Mal mehr Flüge an Wochenenden zu Hobbyzwecken als Rettungs- und Notfallflüge für Menschen in Not ab dem Heliport Balzers.
Hat sich Hansjörg Büchel zu den Hobbyflügen über Balzers von/und nach Bad Ragaz jemals geäussert, im Sinne «für mich diskussionslos – die möchte ich nicht!»? Nein, hat er nicht. Aber zu den Wochenend- und Nachtflügen des Rettungshelikopters, für Menschen in Not; für mich diskussionslos – die möchte ich persönlich nicht!
Für mich und hoffentlich auch für viele andere Stimmberechtigte, die sich in die Situation eines kranken oder verunfallten Menschen, der auf schnellstmögliche medizinische Hilfe angewiesen ist, hineinversetzen können, kann das Fazit betreffend Hansjörg Büchel als Gemeindevorsteher von Balzers nur sein: «Für mich diskussionslos – den möchte ich nicht!»

David Vogt,
Heliport Balzers AG

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