Leserbrief

Historischer Höhenweg oder Biker-Piste?

Theresia Biedermann, Claudia Brenner, Benita Batliner, Emmi Näscher,... | 28. Februar 2019

Derzeit werden die Wanderwege im Malanser-Gebiet verbreitert und mit einem Schotterbelag befestigt, Treppen und Zäune, die an verschiedenen Stellen für Wanderer dringend benötigt werden, wurden bereits entfernt mit der Begründung eines Arbeiters, dass der Todesfall, bedingt durch einen morschen Zaun im Montafon, durch diese Massnahme hätte verhindert werden können.
Wir laden die Damen und Herren Gemeinderäte ein, mit uns über den Malanser zu wandern, damit sie sich selbst ein Bild davon machen können, wie schwierig es geworden ist, gewisse Stellen zu passieren.
Wenn Fussgänger in Eschen auch noch eine Stimme haben, dann bitten wir Sie dringend, die entfernten Treppen wieder anzulegen und an den benötigten Stellen wieder den Zaun zu errichten, damit Spaziergänger nicht Opfer eines Unfalles werden.
Wir bitten Sie, anstelle der Laubentfernung durch Laubbläser die notwendigen Zäune und Stufen gut zu erhalten, sodass keine Absturzgefahr droht.
Werden wir Fussgänger als Minderheit einfach ignoriert, damit die modernen Sportarten schleichend «Natur pur» über den Malanser erleben dürfen? Die Wegverbreiterung und die Radspuren signalisieren bereits diesen Trend.
Wo sollen wir Fussgänger unsere Erholung suchen – beim Strassenverkehr im viel gepriesenen Naherholungsgebiet oder geduldet unter Bikern, die mit zum Teil rasendem Tempo vorbeifahren, natürlich auf verbreitertem, sauber gefegtem Weg?
Der Wald soll ein Ort der Ruhe und Erholung sein, wo der Mensch Natur erleben kann. Und er ist Lebensraum für Tiere. Wir haben grundsätzlich nichts dagegen, wenn auch Biker die Wanderwege nutzen, solange sie dies in Rücksichtnahme zu Spaziergängern, Tieren und Natur tun. Wir wünschen uns aber Waldwanderwege, die dieser Bezeichnung entsprechen, wo wir auf Waldboden gehen und uns an den Blumen und Beeren am Wegesrand erfreuen können. Wir wollen keine immer breiteren Strassen im Wald, davon gibt es ausserhalb des Waldes schon genug!

Theresia Biedermann,
Claudia Brenner,
Benita Batliner,
Emmi Näscher,
Edith Nägele,
Linda Wohlwend,
Eschen

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