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Leserbrief

413 Tage gratis arbeiten!

Hans Mechnig,Tröxlegass 46, Schaan | 28. Februar 2019

Blüht jedem, der in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt ist und nicht beim Arbeitnehmerverband (LANV). Meine Zahlen und Aussagen stützen sich auf die Lohnstatistik 2016; die LANV-eigenen Berechnungsmethoden (mit z. B. – Potz Donner – 368 Arbeitstagen im Jahr) und deren Interpretationsmethodik. Zweifel? Rechnen wir nach. Frauen verdienen 15,2 % weniger als Männer, arbeiten entsprechend 56 Tage gratis (gemäss LANV, im «Liecht. Vaterland», 26. Februar, S. 3). Der Unterschied zwischen dem Lohn in der Land- und Forstwirtschaft und der Verwaltung, den ich für die LANV-Mitarbeiter angenommen habe, betrug 112 %. Wenn 15,2 % Lohndifferenz 56 Arbeitstage bedeuten, entsprechen 100 % sagenhaften 368 LANV-Arbeitstagen, und 112 % somit 413 davon. Aufgerundet. Zugegeben! Erstaunlich ist, dass ein Lohnunterschied von 112 % den LANV kalt lässt, ihn 15,2 % aber an den Rand der Raserei bringen. Zumindest muss man das fast vermuten, wenn sich sogar der Personalchef eines Schwergewichts wie der Hilti AG für eine Propagandaveranstaltung aufbieten lässt, d. h. offensichtlich nicht die Courage hat, sich dieser Farce zu verweigern. Aber eben, auch dort hat man offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt. Der Kampf gegen die Diskriminierung ist das grosse Geschäft der Gegenwart. Da rutscht sogar denen bei der Hilti das Herz in die Hose. Was sich alleine aus den 71 Seiten der Lohnstatistik mit etwas Ignoranz, Bösartigkeit und ideologischem Fanatismus an Diskriminierungen konstruieren und unterstellen lässt!? Gepaart mit einer konsequenten Negierung jeder Eigenverantwortung des, insbesondere der Einzelnen und einer grosszügigen Prise Skrupellosigkeit sind die Möglichkeiten unerschöpflich. Wie will der LANV da widerstehen können? Die Stammkundschaft, der Arbeiter, ist in den letzten Jahren peu à peu abhandengekommen. Der Lümmel ist in der Markwirtschaft nicht verelendet, wie eigentlich vorgesehen. Da öffnet sich unversehens die Goldgrube Diskriminierungsbekämpfung. Diese Verlockung ist zu gross. Zumal, kaum Widerstand. Niemand verlangt klare Beweise und seien die Vorwürfe auch noch so absurd? Kaum einer, geschweige denn eine, traut sich mehr zu erwähnen, dass er bzw. sie selber nicht diskriminiert wird und noch nie diskriminiert worden ist. Dass man auch niemanden kennt, der sich beklagt, diskriminiert zu werden. Obwohl es vor lauter Opferinnen nur so wimmeln müsste?! Keine Klagen vor Gericht? Kein Hahn kräht danach! Also auf zur Hexerichjagd! Die Inquisition lässt grüs­sen!

Hans Mechnig,
Tröxlegass 46, Schaan

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