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Leserbrief

Sehr geehrter Herr Kindle

Renate Frommelt,Bardellaweg 40, Schaan | 23. Februar 2019

Ihre diffamierenden Leserbriefe gegen Papst Franziskus ärgern mich sehr. Aus Ihren Aussagen schliesse ich, dass Sie schon im Himmel waren und belegen können, dass Papst Franziskus auf dem falschen Weg ist.
Wenn Sie sich jedoch an Markus 12, 29-31 (liebe deinen Nächsten wie Dich selbst – auch Papst Franziskus ist Ihr Nächster) und Johannes 8, 7 (wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein) halten würden, könnten Sie solche Leserbriefe gar nicht schreiben. Dass beim Konklave der Herrgott die Hand im Spiel hatte, ist für Sie anscheinend keine Option. Da aber Millionen von Menschen für einen guten Papst gebetet haben, kann der Herrgott diesen Ruf gar nicht überhört haben.
Meines Erachtens ist Papst Franziskus ein wunderbarer Papst, der mit seiner bescheidenen und offenen Art alles versucht, die Aufmerksamkeit auf Menschen am Rande unserer Gesellschaft (verlorene Schafe) und die wahre Botschaft Jesu zu lenken. Die roten Schuhe machen noch keinen Papst aus. Er ist einer, der nicht nur Wasser predigt und Wein trinkt, sondern versucht, den Vatikan auf den richtigen Weg zu bringen. Leider hat ein Teil der Kurie vor lauter Selbst-Beweihräucherung und Arroganz ihr Ziel, Vorbilder und Fusswäscher wie Jesus zu sein, aus den Augen verloren, und hat nun Angst, irgendwelche Privilegien zu verlieren. Wie sehr ich viele unserer tollen Pfarrherren schätze, unser Blick muss auf Gott gerichtet sein.
Statt gegen Papst Franziskus zu wettern, sollten wir lieber gemeinsam für ihn und die Einheit der Christen beten. Das Christentum hat es derzeit schwer genug. Wenn wir als Christen nicht zusammenstehen, wird in den nächsten Generationen nicht mehr viel davon übrigbleiben. Ihre Leserbriefe bringen m. E. keinen Einzigen hinter der Ofenbank hervor in die leider oft leeren Kirchenbänke, sondern freuen nur jene, die gegen das Christentum wettern (leider davon viele Medien).
Legen Sie Ihre erzkonservative Brille ab; sie schränkt Ihren Blickwinkel nur ein. Sonst könnten Sie die unermessliche Liebe Gottes sehen und spüren.
Bevor Sie Ihren nächsten Leserbrief schreiben, sollten Sie Gott fragen, ob er das will, indem Sie diese Frage auf einen Zettel schreiben und auf Ihr Nachtkästchen legen (kein Witz). Am Morgen werden Sie die Antwort wissen (den Seinen gibt’s ….).
Beste Grüsse und Gottes Segen.

Renate Frommelt,
Bardellaweg 40, Schaan

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