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Leserbrief

Worum ging es beim «Weltwoche»-Abo?

Leopold Senti,Fuhraweg 38, Ruggell | 20. Februar 2019

Ernsthaft, Herr Kieber, weil ich mir in Ihren Augen ein Zeitschriften-Abo ertrotzt habe, ärgern Sie sich so, dass Sie deswegen einen Leserbrief schreiben müssen? Ist das Ihr Problem? Aber gehen wir die Argumente der Reihe nach durch und schauen, ob die Aufregung begründet ist. «Masslos überbordende Begehrlichkeit» unterstellen Sie mir. Wie jeder in meinen Leserbriefen lesen kann, war da nirgends ein «Begehren». Es war zuerst die Frage, «Warum hat man uns Lesern in der Landesbibliothek (LB) die gedruckte Ausgabe der Weltwoche (WW) weggenommen?» Es war nur diese Frage: «Warum hat man uns Lesern in der Landesbibliothek die gedruckte Ausgabe der Weltwoche weggenommen?» Die Antwort war: «Weil 550 Franken zu teuer sei.» Trotz meiner Bedenken, ob hier der wahre Grund genannt wurde, habe ich aber die Begründung nicht angezweifelt und mich, braver Bürger der ich bin, auf die Suche nach einem Sponsor gemacht. Der Sponsor hat sich auch gleich gemeldet und war bereit das «WW»-Abo zu übernehmen, nicht weil er «meine Gratismentalität» fördern wollte, sondern weil er verhindern wollte, dass die «WW» aus den Regalen der LB gedrängt wird. Man kann das als «Solidarität unter Bürgern» positiv vermerken. Damit Sie mir «Gratismentalität» unterstellen können, müssen Sie also zuerst die Fakten in ihr genaues Gegenteil verdrehen. Tatsache ist: Ich habe mit meinen Leserbriefen erreicht, dass die «WW» für uns Leser in der LB und den Staat Liechtenstein gratis gewesen wäre. Wo ist da «beispielhafte, masslos überbordende Begehrlichkeit»? Und Ihr Brief ist «beispielhafte, haltlose, persönliche Verunglimpfung?». Das ist ein Niveau, auf dem es nicht weitergeht.
Hier die Zusammenfassung dieser zweiten Runde für den Steuerzahler: Wenn ein Bürger mit Nachdruck nach der Weiterführung eines Jahres-Abos für 334 Franken fragt, das allen Lesern der LB zugutekommt und dafür notfalls sogar einen privaten Sponsor zur Hand hat, der die gesamten Kosten übernimmt, dann nennt man das bei uns «beispielhaft für die masslos überbordenden Begehrlichkeiten». Wenn der Staat für ein 3-tägiges Event in Vaduz 800 000 Franken genehmigt, dann heisst das «Peanuts».

Leopold Senti,
Fuhraweg 38, Ruggell

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